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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bundesstraße 437: Neuer Asphalt für Zufahrten zum Tunnel

17.05.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-05-17T05:12:46Z 280 158

Bundesstraße 437:
Neuer Asphalt für Zufahrten zum Tunnel

Kleinensiel Es ist eine Operation an der Hauptschlagader des Verkehrs in der Wesermarsch. Für die meisten Verkehrsteilnehmer kommt sie ein wenig früh, aber sie ist unumgänglich: Die Fahrbahn der Bundesstraße 437 muss auf dem Abschnitt zwischen der Bundesstraße 212 und der Zufahrt zur Autobahn 27 erneuert werden.

Das soll am Dienstag, 13. Juni, beginnen. Ab Montag, 17. Juli, soll in beiden Richtungen wieder freie Fahrt möglich sein. Zwischendurch müssen beide Röhren des Wesertunnels gesperrt werden, aber nicht gleichzeitig.

Der erste Bauabschnitt soll in zehn Tagen abgehakt werden: bis zum 23. Juni. Dieser Zeitplan ist ehrgeizig, sagt Kirsten Wahl, die im Geschäftsbereich Oldenburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehrs die Projektplanung übernommen hat.

Betroffen ist die Nordseite, also die Zufahrt vom Landkreis Cuxhaven in die Wesermarsch. Zwei Arbeitskolonnen arbeiten sich vom Tunnel kommend mit Asphaltfertigern jeweils in Richtung Westen und Osten. Im Tunnel selbst muss die Fahrbahn nicht erneuert werden; die Straßenmeisterei Brake nutzt die verkehrsfreie Zeit, um die insgesamt 25 Schachtdeckel zu erneuern.

Schon am 16. Juni beginnt die nächste Bauphase; sie soll bis zum 1. Juli dauern. Jetzt werden die Zufahrten zur Südröhre in Richtung Landkreis Cuxhaven abgefräst und neu asphaltiert. Die letzte Bauphase dauert vom 3. bis zum 13. Juli: Dann werden die Arbeiten bis zur Kreisstraße 55 im Landkreis Cuxhaven fortgesetzt – das ist kurz vor der Auffahrt zur Autobahn 27. Es folgen einige Restarbeiten.

Verantwortlich für die Arbeiten ist der Geschäftsbereich Oldenburg des Landesamtes, auch wenn gleich hinter dem Tunnel der Stader Geschäftsbereich beginnt. Es sei besser, eine so komplexe Reparatur in einer Hand zu behalten, sagt Joachim Delfs, der Leiter des Oldenburger Geschäftsbereichs.

Nach seinen Worten ist es nicht ungewöhnlich, dass die Asphaltschicht nach 13 bis 15 Jahren erneuerungsbedürftig ist. Die neue Bundesstraße 437 ist seit 2002 in Betrieb, der Tunnel seit Januar 2004. Schon 2012 kam bei der regelmäßigen Zustandserfassung heraus, dass 40 Prozent der Warnwerte erreicht sind. Anfang 2016 meldete die Straßenmeisterei Brake, dass der Unterhaltungsaufwand zunehmend höher wird.

Anfang 2017 nahm Joachim Delfs Kontakt mit seinem Kollegen in Stade auf. Auch der plante schon an einer Erneuerung.

In drei Gesprächsrunden sprach das Landesamt das Projekt mit der Polizei und den Verkehrsbehörden auf beiden Weserseiten, mit den Kreisen Wesermarsch und Cuxhaven sowie den Städten Nordenham und Bremerhaven, der Wirtschaft und schließlich mit Polizei, Feuerwehr, Tunnelwarten und Rettungsdiensten ab.

Das Landesamt suchte sich die beginnende Ferienzeit als Termin aus, um die Pendler möglichst wenig zu belasten, wie Joachim Delfs sagt. Bis in Nordrhein-Westfalen und den südlichen Bundesländern die Sommerferien beginnen, sollen die Arbeiten fertig sein.

Ein großer Teil des Tunnelverkehrs – 15- bis 18 000 Fahrzeuge am Tag, davon 15 Prozent Lastwagen – wird auf die Weserfähren Blexen/Bremerhaven, Golzwarden/Sandstedt und Berne/Farge umgeleitet, die ihren Betrieb ausweiten. Umleitungen werden auf der Ostseite des Tunnels in nördlicher und südlicher Richtung angeboten.