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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

ZUKUNFTSTAG: Nieten ist nicht nur was für Jungen

28.04.2006

NORDENHAM NORDENHAM - „Bevor du nieten kannst, musst du Schnellhefter in die Löcher stecken. Dann geht das Nieten gleich einfacher“, erklärt die Auszubildende Sandra Grawunder fachkundig. Die angehende Fluggerätmechanikerin weiß, wie ein Bilderrahmen zusammengebaut wird. 70 Mädchen, die gestern das Airbuswerk besucht haben, hatten auch die Möglichkeit, es zu erlernen.

Am Mädchen-Zukunftstag (Girls’ Day), bei dem gestern erstmalig auch Jungen teilnahmen, können Jugendliche der Klassen fünf bis zehn Arbeitsluft schnuppern. Ziel ist es, einen Einblick in Berufsfelder zu erlangen, die im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht gezogen werden. Die Schülerinnen und Schüler besuchen an diesem Tag – bis dahin vielleicht – nicht bekannte Arbeitsstätten.

Bei Airbus, wo technische Berufe im Vordergrund stehen, richtet sich der Tag ausschließlich an Schülerinnen ab 14 Jahre. „Wir wollen Mädchen an für sie untypische Berufe heranführen“, sagt Ausbildungsleiter Olaf Heinrichs.

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Zwischen sieben und acht Uhr begann der Zukunftstag mit einer Besichtigung des Arbeitsplatzes der Begleitperson. Anschließend unternahmen die weiblichen Auszubildenden mit den Besucherinnen einen Werksrundgang und halfen bei dem Bau von Bilderrahmen. „Die Rahmen können die Mädchen mit nach Hause nehmen“, sagt Katja Otten, Organisatorin des Zukunftstags bei Airbus.

Heinrichs hofft, eine Begeisterung für technische Berufe wecken zu können, gibt den Mädchen aber mit auf den Weg, noch einmal freiwillig in einen Betrieb zu gehen. „Denn nur über das Ausprobieren können eigene Interessen gefunden werden“, sagt der Ausbildungsleiter.

Jennifer Wiedenhöfer nutzt den Zukunftstag in diesem Jahr nicht zum ersten Mal. Auf Besuche in einer Anwaltskanzlei, einer Apotheke und einer Tierarztpraxis folgte nun die Besichtigung des Airbuswerks. „Ich interessiere mich nämlich für Flugzeuge und kann mir vorstellen, in diesem Bereich zu arbeiten“, erzählt die 14-Jährige vom Gymnasium Nordenham. „Außerdem gibt es gar keine richtigen Männerberufe, das können Frauen auch alles“, ist sich Jennifer sicher.

Saskia Lipsky beweist beim Bau des Bilderrahmens ihr handwerkliches Geschick. „Wenn man den Dreh raus hat, ist es leicht“, sagt die 14-Jährige. Später möchte die Achtklässlerin vom Gymnasium Nordenham Ärztin werden. „Aber mal schauen, man kann ja seine Meinung noch ändern“, sagt Saskia.

Ein Zukunftstag bei Airbus käme für Jana Schmidt kaum in Frage. Die 11-Jährige von der Realschule Luisenhof interessiert sich nicht für „Elektrosachen“. Sie liebt Tiere und nutzt den Tag, um Doris und Horst Kraft über die Schultern zu schauen. Das Ehepaar leitet das Moyzes-Tierheim und betreibt einen Bauernhof in Hoffe.

Nach einem Film über die Hundezucht in Alaska reinigten Jana und sieben weitere Mädchen – Jungen zeigten auch Interesse, Krafts konnten aber nur die ersten acht Anmeldungen berücksichtigen – die Käfige der Hunde und Katzen im Tierheim. Und einem vor drei Tagen zugelaufenen Findelhund wurde ein Name gegeben: Otto heißt der Vierbeiner jetzt. „Im Heim geht es vielen Tieren nicht gut, hier kann man helfen“, weiß die 13-jährige Sabrina Geil. Bei der späteren Berufswahl hingegen ist sie sich noch nicht ganz so sicher: „Entweder mach ich was mit Tieren oder mit Blut“. Die Gymnasiastin denkt an den Beruf Chirurg.

„Entweder mach ich was mit Tieren oder mit Blut“

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