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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Noch fehlt Zustimmung der Gläubiger

18.03.2017

Tossens Der Finanzausschuss des Gemeinderats hat am Donnerstagabend einer Neuregelung der Erschließungssituation in dem Tossenser Baugebiet Zum Groden seine Zustimmung erteilt. Die Gemeinde wird die Verkehrsflächen sowie zwei Baugrundstücke übernehmen, die Erschließung dann selbst über die Bühne bringen. Ist die Kuh damit endlich vom Eis? Noch nicht ganz. Denn zunächst müssen die Gläubiger der insolventen Wildeshauser Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG (WST) noch der Aufhebung des alten Erschließungsvertrags ihren Segen geben. Gemeindekämmerer Bernd Rummel geht aber davon aus, dass das lediglich noch eine Formsache ist.

Die Insolvenz der WST hat den ganzen Kuddelmuddel in Tossens ausgelöst. Für die Erschließung des Baugebiets haben die Eigentümer längst bezahlt. Doch ehe sie den Endausbau vornehmen konnte, ging der WST die Puste aus. Noch ein bisschen komplizierte wird die Sache dadurch, dass noch eine zweite Firma, nämlich die Udo Apeler GmbH, an dem Baugebiet beteiligt ist.

Die Anwohner leben seit Jahren mit einer Schlaglochpiste. Nun soll endlich ein Schlussstrich gezogen werden. Dafür hat Bernd Rummel einen komplizierten Deal eingefädelt, mit dem sich die Gemeinde nicht zuletzt auch gegen eine weitere Pleite absichern will. Der Endausbau der Siedlung, in der es noch insgesamt sieben freie Baugrundstücke gibt, ist mit 320 000 Euro kalkuliert. 90 Prozent davon müssen die Anlieger tragen, die verbleibenden zehn Prozent die Gemeinde.

Beteiligen an den Erschließungskosten müsste sich angesichts der sieben Baugrundstücke, die ihr noch gehören, auch die Udo Apeler GmbH – mit knapp 50 000 Euro. Weil die Gemeinde aber kein Risiko eingehen will, übernimmt sie selber diese Kosten und erhält dafür im Gegenzug zwei der Bauplätze, die einen Wert von gut 57 000 Euro haben. Nebenkosten abgerechnet, werde die Gemeinde am Ende noch rund 3600 Euro übrigbehalten, so Bernd Rummel.

Stimmen nun die Gläubiger der insolventen WST der Aufhebung des alten Erschließungsvertrag zu und liegt der Gemeinde ein genehmigter Haushalt vor, könnte der Endausbau beginnen. Er ist in zwei Abschnitten vorgesehen. In diesem Jahr soll zunächst eine vorläufige Asphaltdecke eingezogen werden; dafür stehen 200 000 Euro im Haushalt bereit. Endgültig fertiggestellt werden soll die Straße im Jahr 2020; die dafür dann nötigen 120 000 Euro stehen im Investitionsprogramm der Gemeinde. Bevor es losgeht, soll eine Anliegerversammlung stattfinden, bei der die Eigentümer ihre Wünsche äußern können.

Etliche Anlieger verfolgten am Donnerstagabend die Sitzung des Finanzausschusses, darunter auch Detlev Heldeis. Er gab zu bedenken, dass in der Siedlung viele ältere Menschen wohnen. Für die könnte es schwierig werden, Kredite aufzunehmen, um ihren Anteil an den Erschließungskosten zu bezahlen. Bernd Rummel rechnet hoch, dass sich die Eigentümer auf durchschnittlich 7000 Euro einstellen müssten. Die tatsächlich zu zahlende Summe hängt von der jeweiligen Grundstücksgröße ab.

Detlev Heldeis merkte auch an, dass sich die Schotterstraße derzeit wieder in einem sehr schlechten Zustand befinde, die Schlaglöcher eine erhebliche Unfallgefahr darstellten. Er bat darum, dass erneut ausgebessert wird, ehe die Asphaltdecke kommt. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, will die Gemeinde nun prüfen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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