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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wurde beim „Elefantenklo“ am falschen Loch gespart?

08.11.2018

Nordenham Ein Loch im Dach ist normalerweise ein Fall für einen fachkundigen Handwerker. Komplizierter gestaltet sich die Sache jedoch, wenn es sich dabei um die kreisrunde Öffnung in der Betondecke des neuen Unterstandes vor dem Nordenhamer Bahnhof handelt. Aus Sicht vieler Bürger ist das Loch in dem Dach an der Bushaltestelle ein Mangel und ein berechtigter Anlass für spöttische Bemerkungen. In Online-Netzwerken war zum Beispiel von einem Elefantenklo die Rede. Die Bauexperten in der Stadtverwaltung haben dazu allerdings eine andere Meinung.

SPD beklagt Missstand

Jetzt hat sich die SPD-Stadtratsfraktion des Themas angenommen. Die Sozialdemokraten halten das Loch für einen Missstand, der möglichst schnell behoben werden sollte. Schließlich sei eine Unterstellmöglichkeit für wartende Buspassagiere wenig sinnvoll, wenn die Dachabdeckung unvollständig ist und Regen ungehemmt durch eine große Öffnung plattern kann. Folglich fordert die SPD eine Schließung des Lochs. Die Frage ist nur, zu welchem Preis.

Das Problem besteht darin, dass das ursprünglich an der Stelle geplante Glasdach viel Geld kostet. Die Stadtverwaltung schätzt die Kosten auf die stolze Summe von 60.000 bis 80.000 Euro. Mit Blick auf die Ebbe im Haushalt hatten die Verantwortlichen im Rathaus daher im Zuge der Detailplanung beschlossen, auf die angedachte Glaspyramide lieber zu verzichten und das Loch eben ein Loch sein zu lassen.

„Es wäre teures Sicherheitsglas erforderlich, das für diesen Zweck extra angefertigt werden müsste“, begründet Stadtplaner Tim Lorenz die hohen Kosten für eine gläserne Dachabdeckung. Der Verwaltungsmitarbeiter vertritt zudem die Auffassung, dass es nicht unbedingt notwendig ist, die Decke zu schließen. „Die Dachfläche des Unterstandes ist eigentlich groß genug“, sagt Tim Lorenz.

Die Option, das Loch offen zu lassen und es als einen Lichtdurchlass mit gestalterischer Note zu betrachten, kommt für die SPD aber nicht in Betracht. Die größte Ratsfraktion schlägt stattdessen vor, anstelle der teuren Glas-Variante ein kostengünstigeres Material für die Dachabdeckung einzusetzen. Zum Beispiel Glasgewebe oder Doppelstegplatten.

Thema im Bauausschuss

In der nächsten Bauausschusssitzung will die SPD einen entsprechenden Antrag vorlegen und die Verwaltung beauftragen, Vorschläge für eine preisgünstige Lösung des Loch-Problems zu unterbreiten.

Norbert Hartfil
Redaktionsleitung Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2201

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