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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Brutzeit: Deshalb greifen die Möwen an

07.07.2018

Nordenham Ein Schrei ertönt aus einer Regenrinne. Im nächsten Moment taucht eine weiße Möwe auf und pickt nach vorbeilaufenden Fußgängern vor der Raiffeisenbank in Nordenham. Dieses Szenario erinnert an die Angriffe der Vögel in dem gleichnamigen Film von Alfred Hitchcock. In dem werden die Bewohner von Bodega Bay aus ungeklärten Gründen von Krähen und anderen Federtieren attackiert. Der Unterschied zwischen dem Kultfilm und dem Szenario in Nordenham ist, dass es hier eine Erklärung dafür gibt, warum die Möwe Menschen angegriffen hat.

Attacken von oben

Im Mai brütete ein Möwenpärchen in der Regenrinne eines Fahrradunterstandes auf einem Parkplatz in der Innenstadt. Das Problem daran war, dass die Vögel es sich genau zwischen der Raiffeisen- und Volksbank Varel-Nordenham und dem Modehaus Büsing bequem gemacht hatten. Ein Schild mit der Aufschrift „Vorsicht! Brütende (aggressive) Möwen!“ warnte daher vor Angriffen aus der Luft. Ab da hieß es für Passanten in Deckung gehen.

Seit Ende vergangener Woche sind die Möwen nun ausgeflogen und das Warnschild wurde reingeholt. „Die Elterntiere hatten zwei Küken, die jetzt verschwunden sind“, sagt Hilko Schütte, Filialleiter der Raiffeisen- und Volksbank.

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Bereits im zweiten Jahr in Folge hatte die Bank das Problem. Nun will sie im Interesse ihrer Kunden und auch anderer Passanten handeln: „Ende des Jahres lassen wir ein Gitter in der Regenrinne anbringen“, sagt Hilko Schütte, „dann können hier keine Vögel mehr nisten.“

Möwen nicht scheu

Doch warum haben die Möwen überhaupt die Regenrinne als Nest ausgewählt? Franz-Otto Müller vom Naturschutzbund (Nabu) Wesermarsch sagt, dass viele Faktoren bei der Wahl eines Nistplatzes eine Rolle spielen. „Die Möwen bevorzugen hohe Plätze, da diese vor Bodenangriffen schützen. Sie können sich dort leichter zur Wehr setzen“, erklärt Franz-Otto Müller.

Wer gerne am Strand spazieren geht, stellt fest, dass die Vögel sich selten weit entfernt von Menschen aufhalten. „Möwen sind keine scheuen Tiere und verteidigen ihre Küken auch gegen Menschen, wenn diese sich dem Nest nähern“, sagt er. Besonders in der Nestzeit, kurz nachdem die Möwen geschlüpft sind, seien die Eltern sehr aufmerksam und oft auch aggressiv.

„Außerdem finden sie im Siedlungsbereich des Menschen viel Nahrung“, sagt der Nabu-Kreisvorsitzende. Viele Möwen nisten auch auf Flachdächern mit Kies, da das Material eine natürliche Unterlage bildet.

Die Brut- und Nestzeit der Möwen dauert in der Regel insgesamt zwei Monate, sagt Franz Otto Müller: „Bei kleineren Arten kann es auch mal schneller und bei größeren auch länger dauern“, weiß er. Die Brut- und Setzzeit dauert etwa von Ende April bis Juni.

Nathalie Langer Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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