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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Hier beraten Menschen statt Maschinen

19.07.2019

Nordenham Inmitten der Nordenhamer Innenstadt hat die Buchhandlung von Bestenbostel ihr Geschäft. Links und rechts im Laden stehen Regale mit Büchern aus unterschiedlichen Rubriken. In der Mitte des Verkaufsraums befindet sich ein Computer. An dem können Kunden nach Buchtiteln suchen – – oder online Bücher bestellen.

Alles zum Buch

1998 wurde Deutschlands führender Online-Buchhändler Telebuch.de in Amazon.de umbenannt und verkauft.

„Mona Lisa Overdrive“ erschien 1988 und wurde zum ersten elektronische Buch.

Im Jahr 2018 gab es 9,1 Milliarden Euro Umsatz im deutschen Buchhandel. Den größten Anteil hatte der stationäre Handel mit 4,2 Milliarden Euro. Der Versandbuchhandel hatte einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro. Im Direktverkauf setzten die deutschen Verlage 1,9 Milliarden Euro um.

E-Books deckten 2017 5,7 Prozent des deutschen Buchhandels gemessen an den Verkaufszahlen ab.

Die Bibel ist das am häufigsten verkaufte Buch der Welt. Die Bibel wurde mehr als 2 Milliarden Mal verkauft.

111 Wochen an der Spitze der deutschen Bestsellerlisten war „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Kein anderes Werk war länger auf Platz eins.

Die Buchpreisbindung wurde gesetzlich in der Bundesrepublik Deutschland 2002 bestimmt.

In den USA,Russland, China, Australien und weiteren Staaten gibt es keinen festgeschrieben Buchpreis.

Das Internet ist seit einigen Jahren eine große Konkurrenz für den stationären Buchhandel. Inzwischen werden viele Bücher per Mausklick gekauft, zum Beispiel beim amerikanischen Online-Unternehmen Amazon.

Die 1919 gegründete Buchhandlung von Bestenbostel ist sich dieser Konkurrenz natürlich bewusst. Aber hier wird nicht gejammert. Stattdessen nehmen Anne von Bestenbostel und ihr Team die Herausforderung an „Der Online-Handel, Amazon inbegriffen, ist kein Feindbild für uns“, sagt die Mitarbeiterin Inga Lüdke. Es komme vielmehr darauf an, die Vorteile des Internets für sich selbst zu nutzen.

Welche Vorteile hat der klassische Buchhandel?

„Einen Großteil macht natürlich unsere persönliche Beratung aus“, sagt Inga Lüdke. Ein weiterer Vorteil ist der Aspekt des Einkaufserlebnisses. Das sieht auch Ilona Tetzlaff, Geschäftsführerin von Nordenham Marketing & Touristik, so. „Dem Kunden ist es natürlich auch wichtig, etwas zu erleben. Bei einer Shopping-Tour durch die Stadt ist das Gefühl schon angenehm“, sagt sie.

Die Buchhandlung im klassischen Sinn ist weiterhin beliebt. Ein weiterer Vorteil des stationären Handels ist es, den Kunden an die Hand zu nehmen und ihm jenseits seiner Lesegewohnheiten gute Tipps zu geben. „Beispielsweise können Fans von romantischen Büchern auch mal einen Geheimtipp von uns bekommen“, sagt Inga Lüdke.

Welche Vorteile hat der Online-Buchhandel?

Für den Leser ist es einfach, mit ein paar Klicks ein neues Buch zu bestellen. Die Benutzerfreundlichkeit ist hierbei enorm wichtig. Die großen Firmen legen Wert auf bestimmte Algorithmen. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass einem Kunden bei Amazon nach einem Buch-Kauf direkt ein weiter Vorschlag gemacht wird, der auf der bisherigen Einkaufshistorie errechnet wird. Die Algorithmen können den Kunden allerdings keine Geheimtipps geben.

Außerdem ist der Preis eines Buchs online manchmal günstiger, weil dort auch Mängelexemplare und gebrauchte Bücher angeboten werden.

Was tut die Buchhandlung, um gegen den Online-Handel zu bestehen?

Die Buchhandlung von Bestenbostel hat eine eigene Internetseite, auf der Bücher verkauft werden. Kunden können ihre Bestellung online abgeben und die Ware im Geschäft abholen. Alternativ können die Bücher auch direkt nach Hause geliefert werden. „Ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Sortiments sind E-Books“, betont die Buchhändlerin Inga Lüdke.

„Buch-Auslieferungen im Umkreis von zehn Kilometern erledige ich selbst mit meinem Fahrrad“, sagt Inga Lüdke. Für sie sei es auch wichtig, nicht zu viele Emissionen zu erzeugen. „Wir versuchen soweit wie möglich, auf unnötige Verpackungen und Plastiktüten zu verzichten“, sagt sie.

Bei Online-Händlern wie Amazon sind die Bücher meistens aufwendig in Pappe verpackt. Die Buchhandlung von Bestenbostel hat sich bewusst für mehr Umweltfreundlichkeit entschieden. Nach den Worten von Inga Lüdke werden die Einnahmen von Plastiktüten, die einige Kunden dennoch verlangen, jährlich gespendet.

Michael Diederich Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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