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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Freie Bahn für den alten Bahndamm

04.07.2019

Nordenham /Butjadingen Der Ausbau des Rad- und Wanderwegs auf dem alten Butjenter Bahndamm von Nordenham bis nach Stollhammer Mitteldeich wird voraussichtlich mit 235 000 Euro gefördert. Die Kosten für das interkommunale Projekt der Stadt Nordenham und der Gemeinde Butjadingen sind auf 308 000 Euro veranschlagt.

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Wesermarsch in Bewegung“ hat bei einer Sitzung in Tossens beschlossen, aus ihrem Topf 135 000 Euro für das Projekt zu bewilligen. Gespeist wird dieser Fonds vom Landkreis und von den zehn Städten und Gemeinden in der Wesermarsch. Er dient der Kofinanzierung von Gemeinschaftsprojekten.

EU-Zuschüsse

Eine weitere Aufgabe der LAG ist es, dem Amt für Regionale Landesentwicklung in Oldenburg Projekte für die Leader-Förderung vorzuschlagen. Leader ist eine EU-Gemeinschaftsinitiative für die Stärkung der Entwicklung ländlicher Räume. In der Sitzung in Tossens unter Leitung der Lemwerderaner Bürgermeisterin Regina Neuke beschloss die LAG, dem Amt die maximale Leader-Förderung in Höhe von 100 000 Euro für das Bahndamm-Projekt zu empfehlen. Somit stünden insgesamt 235 000 Euro an Zuschüssen für das Vorhaben zur Verfügung, das 2020 umgesetzt werden soll.

Johanne Logemann, Assistentin im Regionalmanagement, hatte der Runde aus Vertretern des Landkreises, der Städte und Gemeinden und der sogenannten Wirtschafts- und Sozialpartner die Ausbaupläne vorgestellt. Sie basieren auf einer Idee der Auszubildenden Tobias Remse und Thies Beeken der Tourismus-Service Butjadingen (TSB). Die angehenden Kaufleute für Tourismus und Freizeit waren bei einer Bestandsaufnahme des Weges, der bis Mitteldeich auf dem Bahndamm der bis 1956 von Nordenham bis nach Eckwarden betriebenen Eisenbahn verläuft, zu der Erkenntnis gelangt, dass er ungenügend genutzt wird und Beschilderung und Infrastruktur unzureichend sind.

Tobias Remse und Thies Beeken fanden mit ihren Ausbauvorschlägen für den 14 Kilometer langen Radweg von Mitteldeich nach Nordenham Zustimmung in den Ratsfachausschüssen in Butjadingen und Nordenham. So soll der Weg auf der gesamten Strecke auf mindestens 1,50 Meter Fahrbreite angelegt und mit einem Brechsand-Bindegemisch gut befahrbar hergerichtet werden. Insbesondere auf dem Nordenhamer Teilstück ist es erforderlich, den Weg einzuebnen. Hier haben sich zwei tiefe Fahrspuren herausgebildet mit einer Erhöhung in der Mitte, die bereits zu Stürzen geführt hat.

Neben der Herstellung eines gut befahr- und begehbaren Weges soll eine historische Wegführung die Attraktivität erhöhen. Dazu haben die Planer 25 historische Wegepunkte ausgemacht, an denen die Nutzer die Bahn- und Regionalgeschichte entlang der Strecke kennenlernen sollen. Auch an eine Bahnrallye für Kinder ist gedacht. Auf der gesamten Strecke sollen Bahnobjekte platziert oder auf den Hinweisschildern versteckt werden, die in einen Laufpass einzutragen sind. Wird der richtig ausgefüllt, soll es am Ziel in Nordenham oder in Burhave ein kleines Präsent geben. Fragen könnten sein, wie schnell die Butjenter Bahn fuhr (30 Stundenkilometer) oder wie viele Bahnhöfe es entlang der Strecke gab (12).

Verschiedene Namen

Zu einem einheitlichen Namen für den 14 Kilometer langen Rad- und Wanderweg wird es allerdings nicht kommen. Die Nordenhamer Stadtverwaltung hatte angeregt, den Weg von der Müllerstraße in Nordenham bis zur Bahnhofstraße in Stollhamm einheitlich „Alter Bahndamm“ zu taufen. Dieser Anregung folgte der Butjadinger Gemeinderat in seiner Sitzung in der vergangenen Woche in Waddens nicht unter Hinweis darauf, dass es in Butjadingen schon zu viele Straßen mit dem Wortstamm „Bahn“ gibt. Außerdem trägt das drei Kilometer lange Teilstück von Stollhamm bis nach Mitteldeich bereits den Namen „Rauschenbusch-Weg“.

Der Nordenhamer Bürgermeister Carsten Seyfarth hat angekündigt, dass die Verwaltung an ihrem Vorschlag festhalten will, den Radweg auf dem Gebiet der Unterweserstadt „Alter Bahndamm“ zu benennen. Die bisherige Bezeichnung Erich-Lampe-Weg wird aufgrund eines Ratsbeschlusses aufgehoben, weil in einem vom Rüstringer Heimatbund in Auftrag gegebenen Gutachten dem Namensgeber starke nationalsozialistische Verwicklungen bescheinigt werden. Erich Lampe (1902-1940) war als Lehrer in Abbehausen tätig gewesen. Die Schilder sollen ausgetauscht werden, sobald der Name „Alter Bahndamm“ offiziell feststeht.

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