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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Butjadinger Fischereiverein: Zwei Katastrophen nur knapp verhindert

03.03.2020

Nordenham Die Mitglieder des Butjadinger Fischereivereins haben mit ihren fünf bewirtschafteten Gewässern, dem Inselsee an der K193, den Tossenser und Beckmannsfelder Pütten, dem Seenpark 1 in Nordenham-Phiesewarden und demnächst auch dem Seenpark 2, zwar reichlich Möglichkeiten zu angeln, doch deren Pflege bereitet ihnen, wie die beiden Vorsitzenden Wilfried Wilcke und André Trumpf jetzt während der Jahreshauptversammlung im Butjenter Brauhaus belegten, auch reichlich Sorgen.

Anglerische Katastrophe

So gab es in Tossens des heißen Sommers 2019 wegen „eine anglerische Katastrophe“. Die Gemeindepütte kippte um, der anhaltenden Trockenheit wegen verlor der Teich viel Wasser, ein Fischsterben begann und nur dank einer aufwendigen Pumpenaktion in Zusammenarbeit mit dem Entwässerungsverband und dem Technischen Hilfswerk (THW) gelang es, Schlimmeres zu verhindern.

40 Millionen Liter Wasser wurden zu gepumpt und der Wasserspiegel um 40 Zentimeter angehoben. Natürlich hatte die Aktion auch große finanzielle Auswirkungen: Eine 6000 Euro teure Pumpe musste angeschafft und für 1000 Euro Dieselkraftstoff eingekauft werden und mit 1800 Euro fielen auch die Stromkosten hoch aus. Eine ähnliche Katastrophe spielte sich im Seenpark I ab. Nur mit Unterstützung der Stadt und mit einem Bagger konnten viele Fische gerettet werden.

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Wahlen und Kooperation mit Stadlander Verein

Zwei Posten im Vorstand des Butjadinger Fischereivereins mussten neu besetzt werden: Der seit Herbst 2019 kommissarisch aktive Jugendwart Uwe Meinköhn wurde offiziell im Amt bestätigt. Die Aufgabe des zweiten Schriftführers übernahm Bärbel Schenker.

Einen recht breiten Raum nahm unter dem Punkt Verschiedenes die Kooperation mit dem Angelverein Stadland ein. Es stand der Antrag von Wilfried Wilcke im Raum, die seit einem Jahr praktizierte enge Kooperation „ohne Papiere“ wieder auf die etwas lockerere Tauschkartenkooperation zurückzufahren – so, wie sie auch mit Brake, Elsfleth, Jade und Oldenburg vereinbart ist. Er befürchte mittelfristig nämlich eine Abwanderung von Mitgliedern, da Stadland niedrigere Beiträge verlange und keinen verpflichtenden Arbeitsdienst kenne.

Wilckes Vertreter André Trumpf allerdings sprach sich dagegen aus – und hatte auch Unterstützung durch Stadlands Vorsitzenden Michael Golech, der der Versammlung als Gast beiwohnte. Eine Aufkündigung der engen Kooperation wäre ein Schritt zurück, sagte Michael Golech. Er versprach aber, die Statuten des Angelvereins Stadland in Bezug auf Beiträge und Arbeitsdienst in Bälde anzugleichen. Bei der Abstimmung der Mitglieder stimmte die Mehrheit für eine Beibehaltung des Status quo.

Der Sturm Sabine und die Folgestürme zu Beginn dieses Jahres führten zu einem Großeinsatz am Inselsee. Dort nämlich wurde das Dach des Containers weggefegt. Der Schaden wird auf 15 000 Euro geschätzt.

Viel Arbeit und einige Kosten verursachten schließlich die Herrichtung von drei ab 15. August nutzbaren Angelplätzen am Seenpark 2 sowie das Einbringen neuen Fischbesatzes in allen vereinsbetreuten Gewässern. Insgesamt 300 Kilogramm Weißfisch, 200 Kilogramm Zander zwischen 40 und 45 Zentimetern, 470 Kilogramm Karpfen, 150 Stück Hechte von 30 Zentimetern Länge, 270 Stück Zander von 25 bis 35 Zentimetern sowie 82 Kilogramm Europaaalbesatz für die Siele wurden geordert.

Trotz dieser Kosten, so berichtete Kassenwart Peter Krüger, seien die Finanzen des Butjadinger Fischereivereins bei guten Rücklagen gesund. Etwas Sorge bereite ihm allerdings die Mitgliederentwicklung. Die Mitgliederzahl sei mit 712 zwar vergleichsweise hoch, doch seit Jahren leicht rückläufig. Viele Aktive wechselten ins Passive und es fehle an Nachwuchs. Nur 47 Angler in der Jugendsparte sind zu wenig, befand er.

Ehrung der Jubilare

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung ehrten Wilfried Wilcke und André Trumpf für 25 Jahre Treue zum Verein die Mitglieder Werner Ahlers, Günther Baumann, Hermann Böhlke, Hans Harms, Benjamin Kropla, Jan Lübben, Dennis Miek, Benjamin Ostendorf, Jörg Saueressig, Karl-Heinz Tietz sowie Sven von Atens. 40 Jahre dabei sind Stefan Aldag, Ronald Detmers, Peter Hullmann, Enno Kemps sowie Siegmar Kieselhorst, 50 Jahre Hergen Trüper und Horst von Atens und 60 Jahre Hans Schmidt.

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