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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Castort-Transport: Atomkraft-Gegner beobachten den Nordenhamer Hafen

29.02.2020

Nordenham Mit Blick auf den für dieses Frühjahr erwarteten Atommüll-Umschlag in Nordenham will der Arbeitskreis Wesermarsch den Stadthafen von Rhenus Midgard dauerhaft beobachten. Die Überwachung soll an diesem Wochenende beginnen. Das hat der Arbeitskreis, in dem rund 70 Anti-Atom-Gruppen aus der Unterweser-Region vertreten sind, bei einem Treffen in Nordenham beschlossen.

Ziel der Hafenbeobachtung ist es nach Angaben des Arbeitskreis-Sprechers Hans-Otto Meyer-Ott, möglichst frühzeitig Hinweise auf die Ankunft des Spezialfrachters zu bekommen, der die aufbereiteten Brennelemente nach Nordenham bringen soll. Sobald dazu Erkenntnisse vorliegen, will der Arbeitskreis verschiedene Protestaktionen starten. Laut Hans-Otto Meyer-Ott sind Demonstrationen und Mahnwachen geplant.

Sechs Castoren

Bei dem umstrittenen Transport, den der Arbeitskreis aus Sicherheitsgründen ablehnt, soll in sechs Castoren gelagertes Atommaterial von Großbritannien nach Deutschland verschifft werden. Es handelt sich bei der Fracht um radioaktive Abfälle aus deutschen Kernkraftwerken. Nach der Aufbereitung im britischen Sellafield sollen sie nun zurückgebracht werden. Bestimmungsort ist das Zwischenlager in Biblis in Südhessen. Die Atomkraftgegner gehen davon aus, dass der Umschlag im Nordenhamer Stadthafen erfolgt. Von dort sei ein Weitertransport mit der Bahn vorgesehen.

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Offizielle Angaben zu den Terminen und der Route gibt es nicht, weil Atomtransporte der Geheimhaltung unterliegen.

Laut Greenpeace Frankreich kommt auf dem Seeweg von England nach Deutschland das Schiff „Oceanic Pintail“ zum Einsatz. Heimathafen des Spezialfrachters ist Barrow in Furness nahe der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield.

Der Arbeitskreis Wesermarsch fordert das niedersächsische Wirtschaftsministerium auf, in Abstimmung mit den britischen Behörden den Sicherheitszustand des Schiffes untersuchen zu lassen. Falls die berufsgenossenschaftlichen Bestimmungen nicht erfüllt seien, müsse das Auslaufen des Schiffes untersagt werden.

Zudem dürfe der Transport nicht stattfinden, solange der Widerspruch des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Hessen gegen die Aufbewahrungsgenehmigung im Zwischenlager Biblis nicht bearbeitet sei. Zuständige Behörde ist das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Wolfgang Ehmke kommt

Für Dienstag, 31. März, plant der Arbeitskreis Wesermarsch eine öffentliche Veranstaltung in Nordenham. Als Gast wird der Atomkraftgegner und Publizist Wolfgang Ehmke aus Lüchow-Dannenberg erwartet. Uhrzeit und Veranstaltungsort stehen noch nicht fest.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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