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29.12.2018

Nordenham Der Anlass war traurig und zutiefst beschämend. Umso mehr hat es mich beeindruckt, wie Hunderte von Nordenhamern im Oktober ein ganz starkes Zeichen gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit gesetzt haben. Die Demonstration unter dem Motto „Nordenham bleibt bunt“ war genau die richtige Antwort auf die Farbanschläge, die rechte Hetzer auf die Selimiye-Moschee und ein türkisches Restaurant verübt hatten. Irritierend ist allerdings, dass die Polizei die Täter immer noch nicht ermitteln konnte, obwohl sie bei ihren Schmierereien von einer Überwachungskamera gefilmt wurden.

Ein wehmütiger Moment war es für mich, als ich im Mai miterleben musste, wie ein Abrissbagger dem Lehrschwimmbecken am Weserstrand zu Leibe rückte. Die Stadt Nordenham hatte zwar gute Gründe, den maroden Beton-Pool in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Denn eine Sanierung wäre einfach zu teuer gewesen. Aber bei mir – und vielen anderen Nordenhamern – löste das deprimierende Aus des Lehrschwimmbeckens ein Gefühl der Bekümmerung aus. Immerhin hatte ich in dem kleinen Freibad als Kind das Schwimmen gelernt und dort später mit meinen Söhnen so manchen schönen Sommertag verbracht. Hinzu kommt die bittere Erkenntnis, dass es nun überhaupt keine Bademöglichkeit mehr an unserem geliebten Weserstrand gibt. Zu allem Übel haben Kinder dort inzwischen nicht einmal mehr die Gelegenheit, mit Wasser zu spielen, weil sich die einst für viel Geld angeschafften Sprudeldüsen auf den Betonplatten als Fehlkonstruktion erwiesen haben.

Beruhigend finde ich, dass sich die Stadt Nordenham allmählich von ihrem finanziellen Notstand zu erholen scheint. Das wird aber auch höchste Zeit, weil sich in diesem Jahr schonungslos gezeigt hat, dass an vielen Ecken und Enden erhöhter Handlungsbedarf besteht. Das gilt zum Beispiel für den erbärmlichen Zustand etlicher Geh- und Radwege, für das abschreckende Erscheinungsbild der nördlichen Fußgängerzone und für den sanierungsbedürftigen Rathausturm. Bei all diesen Problemen geht es aber nicht nur ums Geld, sondern auch um Entscheidungsbereitschaft und Entschlossenheit in Verwaltung und Politik. Immerhin dürfte das ewige Hin und Her um die Zukunft des Rathausturms bald ein Ende haben. Dass es wirtschaftlicher Selbstmord wäre, den Betonklotz auf Vordermann zu bringen, hat ein Gutachter ja klipp und klar vorgerechnet.

Leider immer noch ungeklärt ist die Wiederbesetzung der Schulleiterstelle am Gymnasium Nordenham. Diese Behördenposse hat das Zeug für den Comedy-Preis des Jahres 2018.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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