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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Der Hektik des Alltags Paroli bieten

27.01.2018

Nordenham Für andere – vor allem für den Kneipp-Verein Nordenham und die mehr als 300 Mitglieder – steht sie gerne im Rampenlicht, nicht aber für sich selbst. „Ich habe ein Problem damit, wenn ich herausgestellt werde“, sagt Christel Barre. Dass sie für den Ehrenamtspreis der NWZ-Aktion „Nordenhams Mensch des Jahres“ vorgeschlagen worden ist, freut und akzeptiert sie daher nur im Interesse des Kneipp-Vereins.

Fünf Prinzipien

Seit 36 Jahren engagiert sich die heute 70-Jährige mit großer Leidenschaft ehrenamtlich für Gesundheitsangebote in Nordenham, die den fünf Wirkprinzipien von Sebastian Kneipp entsprechen: Bewegung, seelisches Wohlbefinden, gesunde Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen sowie Wasseranwendungen.

Christel Barre hat sich schon immer für die Natur, die Einzigartigkeit des Menschen und dafür interessiert, was das Leben ausmacht. „Deshalb ist es für mich wie ein Geschenk, ehrenamtlich im Kneipp-Verein etwas für andere tun zu können.“ Sie fügt hinzu: „Wir haben bei den Anwendungsmöglichkeiten der Kneippschen Wirkprinzipien eine so große Vielfalt – da ist für jeden Menschen etwas dabei.“

Besondere Freude bereitet es Christel Barre, Mitmenschen freudig strahlen zu sehen, wenn sie mit Kneipp auf andere Wege gelangen und feststellen, dass es nicht nur trübe Tage gibt.

Ihrer Erfahrung nach geht es auch darum, einen Denkanstoß zu geben, damit der Mensch etwas für sich selbst tut. „Das ist heute besonders schwer, weil die Hektik doch stark zugenommen hat und Menschen immer wieder einholt.“ Es komme darauf an, rechtzeitig etwas für die Gesundheit zu tun und achtsam zu sein. „In unserem Verein nehmen wir uns Zeit, zuzuhören und darauf zu achten, was uns gesagt wird“, versichert Christel Barre. Sie bedauert: „Das Zwischenmenschliche wird in unserer Gesellschaft ärmer. Die Technik überfordert uns. Wir sollten uns nicht abhängig machen von Handy, Internet und Ähnlichem.“ Sie ergänzt: „Wir werden zu sehr fremdbestimmt. Wir müssen lernen, wieder für uns verantwortlich zu sein.“

Seit 1981 ist die Mutter einer erwachsenen Tochter im Vorstand des 1959 gegründeten Nordenhamer Kneipp-Vereins tätig. Sie war bereits ehrenamtliche Geschäftsführerin, als sie 2010 als Nachfolgerin ihres Mannes Gerold Barre an die Vereinsspitze gewählt wurde. Gerold Barre war auch Vorsitzender des Kneipp-Landesverbandes und sah sich stärker auf Landes- und Bundesebene gefordert. Seit 2014 gehört Christel Barre dem neu gebildeten Teamvorstand des Nordenhamer Vereins an.

Zum Kneipp-Verein ist Christel Barre vor mehr 36 Jahren durch Ansprache des damaligen Vorsitzenden und Physiotherapeuten Werner Fuchs gekommen. Als damals ihr Mann erkrankte, hat Christel Barre sich noch intensiver im Sinne der Kneippschen Lehre gekümmert – und das hat ihrem Mann nachhaltig geholfen.

Ihr Vater, der aus dem Landkreis Storman stammte und dort auf einem Landgut gearbeitet hat, weckte bei Christel Barre das Interesse für alles, was die Natur bieten kann.

Christel Barre wollte ursprünglich Handarbeits- und Haushaltslehrerin werden, dann Erzieherin. Aber solche Ausbildungen waren finanziell für sie nicht möglich. So erlernte sie den Beruf der Großhandelskauffrau und arbeitete anschließend in verschiedenen Betrieben in Nordenham.

Gesundheitspädagogin

1986 absolvierte sie an der Sebastian-Kneipp-Akademie in Bad Wörishofen eine Ausbildung zur Gesundheitspädagogin mit dem Schwerpunkt Ernährung und Wasseranwendungen. Bei der Ländlichen Erwachsenenbildung hat sie sich zur Hauswirtschafterin qualifiziert. Fortlaufend hat sie an Kneipp-Weiterbildungskursen teilgenommen.

„Mein Ziel ist, noch mehr Menschen zu zeigen, wie die Kneippschen Wirkprinzipien ineinander greifen und dem Menschen einzigartig gut tun“, sagte Christel Barre. Sie ist überzeugt, dass damit jeder ganz viel Lebensqualität gewinnen kann. Sie fügt schmunzelnd hinzu: „Eigentlich müssten wir wegen Überfüllung schließen.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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