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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Erntedank In Nordenham: Die Zeit des Genießens beginnt

06.10.2018

Nordenham „Unser tägliches Brot gib uns heute“, heißt es schon in einer Zeile des Vater-Unser. „Und die ist nicht nur im konkreten, sondern auch im übertragenen Sinne gemeint“, sagt dazu Pastorin Christiane Wittrock von der Kirchengemeinde Nordenham. „Sie soll so viel bedeuten wie: Lieber Gott, bitte gib uns alles, was wir zum Leben brauchen.“ Um diesen Wunsch geht es am kommenden Sonntag, wenn das Erntedankfest gefeiert wird.

„Das ursprüngliche Erntefest geht zurück in eine Zeit, in der nicht dauerhaft alle Lebensmittel verfügbar waren“, erklärt Christiane Wittrock. Das Säen, Pflegen, Ernten und Arbeiten gehöre seit Urzeiten zum Mensch-Sein dazu. „Die Erntezeit war enorm anstrengend. Erst danach gab es Zeit zum Genießen und Rückbesinnen“, ergänzt sie.

Symbolik in der Bibel

„In der Bibel gibt es sehr viele metaphorische Begrifflichkeiten, die mit Ernte-Symbolik zusammenhängen“, weiß Christiane Wittrock: „Du erntest, was du säst“ oder „Ernte die Früchte deiner Arbeit“ seien Hinweise darauf, dass landwirtschaftliche Tätigkeiten schon immer präsent in der menschlichen Lebenswelt gewesen seien. „Und das wollen wir am Sonntag feiern und darüber staunen, wie in der Natur alles funktioniert und dass die Erde es schafft, uns zu ernähren.“

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In diesem Zusammenhang verweist Christiane Wittrock auf eine sich aufdrängende Frage: Wieso leiden manche Menschen auch heute an Hunger? „Es gibt noch immer Gegenden, in denen tägliche Mahlzeiten nicht selbstverständlich sind. Zum Erntedankfest kann ich mich darauf besinnen, wie wertvoll Nahrung ist.“ Dankbarkeit bedeute vor allem, Dinge wertzuschätzen und sich Tag für Tag über sie zu freuen.

Besonders weil heutzutage in Supermärkten fast alle Lebensmittel zu bekommen seien, ist es in Christiane Wittrocks Augen wichtig, sich der Abhängigkeit von der Natur bewusst zu sein. „Wir haben tolle Technologien. Aber wir sind angewiesen auf Regen, Sonne, Wind – den natürlichen Kreislauf“, zählt die Pfarrerin auf. Sie erinnert dabei auch an den vergangenen heißen, trockenen Sommer, der die Ernte teilweise schlecht ausfallen ließ. Dennoch sollten sich die Menschen bewusst machen, was sie haben: „Wir haben es so gut. Wir sollten öfter darüber nachdenken, was wir alles Tolles haben“, ermuntert Christiane Wittrock. Die Lebensgrundlagen seien ein Geschenk Gottes.

Die Pfarrerin hat in den vergangenen Jahren festgestellt, dass die Verbundenheit von Mensch und Natur in ländlichen Bereichen noch enger ist als in städtischen. „Das macht sich in den verschiedenen Erntegaben bemerkbar“, sagt sie. Bei der Stadt Nordenham sei das Schöne, dass niemand weit fahren müsse, um Landwirtschaft noch hautnah erleben zu können.

Spezielle Gottesdienste

Wenn am Sonntag ab 10.30 Uhr die Gemeindemitglieder in die Martin-Luther–Kirche kommen, können sie sich auf verschiedene Geschichten passend zum Thema freuen. Der Gottesdienst steht unter der Überschrift „Staunen, Danken, Leben.“ Gaben können noch in die Kirche oder ins Kirchenbüro gebracht werden, die Lebensmittelspenden werden im Anschluss an die Nordenhamer Tafel weitergegeben. Auch in den anderen Kirchengemeinden der Stadt Nordenham werden Erntefeste gefeiert.

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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