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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Lohnen sich Parkgebühren für die Stadt?

06.06.2018

Nordenham Sind die Kosten für den Betrieb der Parkscheinautomaten in der Nordenhamer Innenstadt höher als die Einnahmen? Nutzen seit der Gebührenerhöhung in der Tiefgarage zum 1. Januar weniger Autofahrer diese Fläche? Wieviel kassiert die Stadt auf Parkplätzen am Fähranleger in Blexen? Kurzum: Lohnen sich die Parkgebühren für die Stadt? Die Antwort fällt differenziert aus.

Sechs Automaten

Sechs städtische Parkscheinautomaten sind in der Ludwigstraße, bei der Post am Marktplatz, auf dem Parkplatz an der Marktstraße und auf dem Jahnparkplatz installiert. Nach Angaben von Stadtkämmerer Harri Kühn betrugen die Einnahmen an diesen sechs Automaten in der Innenstadt im vergangenen Jahr rund 3000 Euro. Die Ausgaben für Wartung und Ersatzteile beliefen sich auf 9400 Euro.

Es handelt sich also um ein Verlustgeschäft für die Stadt. Dennoch sollte, so Harri Kühn, keinesfalls auf die Gebührenpflicht verzichtet werden. Andernfalls seien Parkplatzprobleme programmiert.

„Vorerst Keine Alternative“

Die SPD-Stadtratsfraktion hat die Parkgebühren mit einer Anfrage zum Thema im Finanzausschuss des Stadtrates gemacht. Der finanzpolitische Sprecher der SPD, Nils Humboldt, zog nach den Informationen von Kämmerer Harri Kühn dieses Fazit: „Offenbar gibt es keine Alternative zu Parkautomaten und alle zusammen gerechnet, sind sie gewinnbringend.“ FDP-Fraktionschef Manfred Wolf wies darauf hin, dass die Erhöhung der Gebühren für die Tiefgarage erst vor einem halben Jahr beschlossen worden sei. Ende dieses Jahres sollte darüber nochmals diskutiert werden. CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Wreden empfahl, dass Verwaltung und Politik zum Jahresende die gesamte Gebührenordnung „überdenken“.

Der Ausschuss sprach sich einmütig dafür aus, dass die Verwaltung zum Jahresende eine neue Zwischenbilanz vorlegt.

Denn die ersten zwei Parkstunden sind frei. Ab der dritten Stunde müssen Autofahrer 50 Cent pro Stunde zahlen. Eine Gebührenfreiheit würde Dauerparkern Tür und Tor öffnen. Dafür gibt es laut Harri Kühn auch diese Gründe:

Die Parkflächen im Bereich Ludwigstraße/Deichgräfenstraße/Müllerstraße werden stärker frequentiert, weil seit eineinhalb Jahren die Stellflächen des Wesertor-Einkaufzentrums für die Kunden von Rewe und Penny reserviert sind. Zudem nutzen Besucher des neuen Fitnesscenters im Woolworth-Haus die öffentlichen Parkflächen im Stadtkern. Der Betreiber des Fitnesscenters spricht nach Angaben von Harri Kühn von mehr als 1000 Mitgliedern.

Einige Anlieger der Ludwigstraße haben bei der Stadt bereits die Ausstellung von Anwohner-Parkausweisen beantragt. Den Sportlern kommt die gebührenfreie Parkzeit von zwei Stunden entgegen. Harri Kühn empfiehlt, die Gebührenordnung so zu ändern, dass in der Ludwigstraße die Gebührenfreiheit künftig nur noch eine Stunde gilt. Das reiche für die meisten Sportler aus und verhindere Parkplatznot.

Gebühr verdoppelt

Die Parkgebühr in der Tiefgarage des Marktplatzes ist zum 1. Januar dieses Jahres von 50 Cent auf 1 Euro pro Stunde angehoben worden. Dauerparker zahlen statt 42 Euro nun 45 Euro monatlich.

Die Gebühren-Einnahmen betrugen in diesem Jahr bis zum 30. April 9000 Euro. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es ein Drittel weniger: 6000 Euro. Laut Harri Kühn errechnen sich Mehreinnahmen in diesem Jahr 2018 in Höhe von etwa 11 000 Euro. Kündigungen von Dauerparkern wegen der Gebührenerhöhung habe es bisher kaum gegeben.

Sattes Plus

 Ein sattes Plus macht die Stadt auf ihren Parkflächen in Blexen. Die Ausgaben für Wartung und Ersatzteile der dortigen Automaten beliefen sich in 2017 auf rund 4700 Euro. Die Einnahmen betrugen 48 700 Euro. Gebührenpflichtig sind diese Plätze von 9 bis 18 Uhr. Die Mindestparkgebühr beträgt 50 Cent, die Gebühr je Stunde 50 Cent.

Unter dem Strich erwirtschaftet die Stadt somit insgesamt mit Parkgebühren einen beachtlichen Gewinn.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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