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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Keine Chance für ein Fachmarktzentrum

05.04.2019

Nordenham Aus der Traum von der großen Ladenzeile, die neues Leben in die nördliche Fußgängerzone bringt: Das Vorhaben ist gescheitert, weil sich nicht genügend Einzelhandelsunternehmen für eine Ansiedlung in der Nordenhamer Einkaufsmeile begeistern lassen. Eine mit dem Projekt betraute Immobilienfirma aus Hamburg hat jetzt den Schlussstrich gezogen und mitgeteilt, dass sie an dem Kauf der Flächen für das geplante Fachmarktzentrum nicht mehr interessiert ist. Zur Begründung führen die Projektentwickler in erster Linie den Ausfall eines „Ankermieters“ an, der trotz vorheriger Zusage abgesprungen sei. In der Folge hätten weitere potenzielle Mieter ihren Rückzug erklärt.

4100 Quadratmeter

Jetzt stehen die Stadt Nordenham und die Gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft (GNSG), die für das Projekt mehrere Grundstücke zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Marktstraße erworben hat, bei ihren Planungen vor einem Neuanfang. Einen weiteren Versuch mit einem externen Projektentwickler soll es nicht geben. Stattdessen will die GNSG nun in Eigenregie ein Konzept für die Nutzung und Bebauung des etwa 4100  Quadratmeter umfassenden Areals ausarbeiten.

„Dass es mit dem Projektentwickler nicht geklappt hat, ist bedauerlich“, sagt Bürgermeister Carsten Seyfarth, „aber wenigstens haben wir jetzt Klarheit.“

Die ersten Überlegungen, in dem brachliegenden, von Leerständen geprägten Abschnitt der Fußgängerzone eine Einkaufspassage zu errichten, reichen bis in das Jahr 2012 zurück. In Abstimmung mit der Stadt Nordenham erwarb die GNSG nach und nach vier Gebäude und die dazu gehörenden Grundstücke. Der erste Kauf wurde im Juli 2014 abgeschlossen, der letzte im Mai 2018. Mittlerweile sind sämtliche Gebäude geräumt und somit abrissbereit.

Bestandteil des insgesamt 4100 Quadratmeter großen Plangebietes ist auch ein Parkplatz (688 m²) an der Marktstraße, der sich im Eigentum der Stadt befindet.

Um die Vermarktung auf den Weg zu bringen leiteten die Stadt und die GNSG ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren ein. Dabei bekamen Projektentwickler die Möglichkeit, Konzepte zu erstellen und Kaufangebote vorzulegen. Nach der ersten Phase blieb das Hamburger Unternehmen im Rennen. Dieser Firma wurde eine Frist bis Ende März gesetzt, um ihr Vorhaben zu konkretisieren und sich um Mieter beziehungsweise Investoren zu bemühen.

Die anfängliche Zuversicht war bald verfolgen, so dass die Hamburger letztlich die Segel streichen mussten. Ohne den anvisierten Ankermieter sehen sie keine Chance, das Vorhaben umsetzen zu können. Um was für ein Unternehmen es sich bei dem ins Auge gefassten Hauptnutzer handelt, unterliegt der Verschwiegenheitspflicht. Bei den ersten Planungen war angedacht, dass ein Kaufhaus die zentralen Flächen belegen sollte.

Keine Denkverbote

Die GNSG, deren Hauptgesellschafterin die Stadt Nordenham ist, will verschiedene Varianten für die Verwendung und Bebauung des Areals entwerfen. „Es gibt keine Denkverbote“, sagt Geschäftsführer Frank Wahlen. Er strebt eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe an. Dazu könnten Einzelhandgelschäfte ebenso zählen wie Dienstleister, Gastronomie und Büros. Auch die Überlegungen, dort ein neues Rathausgebäude als Ersatz für den maroden Rathausturm zu errichten, spielen dabei eine Rolle.

Die GNSG verfolgt die Strategie, die Immobilien im Eigentum zu behalten und sie zu vermieten. Frank Wahlen ist zuversichtlich, dafür Interessenten zu finden. Dabei habe die Siedlungsgesellschaft den Vorteil, bei der Preisgestaltung flexibler vorgehen zu können als ein rein profitorientiertes Investmentunternehmen. Vorrangiges Ziel sei nach wie vor die Wiederbelebung der nördlichen Fußgängerzone. Die ungenutzten Häuser in dem Plangebiet sollen vorerst stehen bleiben. Frank Wahlen geht davon aus, dass ein Konzept frühestens zum Ende dieses Jahres vorliegt.

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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