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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gartenkultur: Ursprüngliche Pracht erfordert Geduld

12.10.2017

Nordenham Mit den Arbeiten zum Rückschnitt der zwölf großen Eiben vor dem Haupteingang des Nordenhamer Amtsgerichts hat jetzt ein auf historische Gärten spezialisierter Gartenbaubetrieb begonnen. Die Arbeiten werden zwei bis drei Wochen dauern. Der Rückschnitt der zwölf Eiben ist laut Amtsgerichtsdirektor Martin Staubwasser erforderlich geworden, weil die Gehölze mittlerweile in die Zuwegung zum Haupteingang des Amtsgerichts hineinwachsen und das Wachstum durch einen herkömmlichen Pflegeschnitt nicht ausreichend eingedämmt werden kann.

Später als geplant

Ursprünglich sollten die gärtnerischen Arbeiten wegen der günstigeren Wachstumsbedingungen im April dieses Jahres absolviert werden. Wegen naturschutzrechtlicher Bedenken wurden sie aber zurückgestellt. Nun werden sie nach Ende der Brut- und Setzzeit vollzogen.

Die Eiben sind laut Mitteilung von Martin Staubwasser Teil des historischen Gartenkonzeptes für das in den Jahren 1911 bis 1913 errichtete Nordenhamer Gerichtsgebäude. Es sei davon auszugehen, dass mindestens neun der zwölf Eiben noch der Originalpflanzung von 1912 entstammen, mittlerweile also mehr als 100 Jahre alt sind.

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Als prägender Bestandteil des historischen Gartenensembles sind die Eiben laut Mitteilung des Amtsgerichtsdirektors „aus dem Gesichtspunkt des Denkmalschutzes unbedingt erhaltenswert.“

Nach den Planungen sollten in diesem Jahr zunächst nur die entlang der Zuwegung zum Gericht gelegenen Innenseiten der Eiben beschnitten werden. Der Schnitt der Außenseiten sollte erst nach ausreichendem Neuaustrieb der Innenseiten vorgenommen werden. Das wäre möglicherweise erst im übernächsten Jahr der Fall gewesen.

Von diesem Vorhaben konnte nun aber abgewichen werden. Denn während der in den vergangenen Tagen vollzogenen Probeschnitte durch einen auf historische Gärten spezialisierten Gartenbaubetrieb ist festgestellt worden, dass sich die Eiben in gutem gesundheitlichen Zustand befinden und daher einen Rundumschnitt vertragen werden.

Um den Neuaustrieb in der kommenden Vegetationsperiode nicht zu gefährden, werden ergänzend UV-Schutznetze um die Bäume herum angebracht.

Die Eiben haben mittlerweile eine Höhe von bis zu sechs Metern erreicht. In Anlehnung an die historischen Zielvorstellungen soll mit dem Rückschnitt eine Größe von 3,5 bis vier Metern angestrebt werden.

Gleichmäßige Linien

Landschaftsgärtnermeister und Planer Philipp Uphoff aus Worpswede erläuterte der NWZ am Mittwoch auf Anfrage, worauf es bei den Rückschnittarbeiten ankommt: Die Längsschnittlinien der beiden Eibenreihen entlang der Zuwegung zum Amtsgericht müssen exakt gleichmäßig sein. Dort bestehen jetzt Unterschiede von bis zu zwei Metern.

Zudem soll die alte Säulenform, die an manchen Stellen noch am alten Schnitt zu erkennen ist, exakt wiederhergestellt werden.

Nach dem Rundum-Rückschritt ist Geduld geboten. Denn bis die Eiben wieder ein schönes Bild ergeben, dauert es fünf bis zehn Jahre.

Eiben können mehrere 100 Jahre alt werden. Ein Eibe im Hermann-Allmers-Garten in Rechtenfleth ist nach Kenntnis von Philipp Uphoff 350 Jahre alt. In diesem Garten sind 1990 zehn Eiben rundum zurückgeschnitten worden. Inzwischen haben sie längst wieder eine schöne neue Pracht gewonnen.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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