• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Kein Mangel an günstigen Wohnungen

15.05.2018

Nordenham Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum versetzt den niedersächsischen Mieterbund in Alarmstimmung. Er befürchtet dramatische Engpässe und fordert, dass bis zum Jahr 2035 mindestens 30 000 neue Sozialwohnungen geschaffen werden. Während sich in den Großstädten die Lage zuspitzt, halten sich die Probleme in Nordenham in Grenzen. „Wir haben hier keinen Notstand“, sagt Frank Wahlen. Der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Nordenhamer Siedlungsgesellschaft (GNSG) spricht von einer „relativ ausgeglichenen Nachfrage- und Angebotssituation. Es bestehe in der Unterweserstadt eher ein Überhang an Wohnraum als ein Mangel. Allerdings mit einer Einschränkung: Die Nachfrage nach kleinen und barrierefreien Wohnungen in Innenstadtnähe ist laut Frank Wahlen so groß, dass Wartelisten geführten werden müssen.

Die Angebotslage auf dem Sozialwohnungsmarkt ist in der jüngsten Stadtratssitzung ein Thema gewesen. Der ehemalige Linken-Ratsherr Thomas Bartsch hatte dazu eine Einwohnerfrage eingereicht. Er wollte wissen, was die Stadt Nordenham gegen die drohende Unterversorgung zu unternehmen gedenkt.

Bürgermeister Carsten Seyfarth betonte, dass sich die GNSG, deren Hauptgesellschafterin die Stadt Nordenham ist, ihrer verantwortungsvollen Rolle bewusst sei und bereits gehandelt habe. Er verwies auf die Schaffung von 77 neuen Sozialwohnungen in den vergangenen drei bis vier Jahren. Diese Wohnungen für einkommensschwache Menschen haben eine Mietpreis- und Belegungsbindung von 20 Jahren. Die Miete beträgt höchstens 5 Euro pro Quadratmeter in dem festgeschriebenen Zeitraum.

Der Bürgermeister bescheinigte der GNSG eine vorbildliche Vorgehensweise bei der Bereitstellung von günstigem Wohnraum. Die Nordenhamer Siedlungsgesellschaft liege mit ihrem Bestand an Sozialwohnungen, der sich laut Frank Wahlen auf etwa 250 bei einer Gesamtzahl von 1600 Wohnungen beläuft, „landesweit deutlich über dem Durchschnitt.“ In dem Zusammenhang hob die SPD-Ratsfrau Angelika Zöllner hervor, wie wichtig es gewesen sei, den einst diskutierten Verkauf der GNSG an eine private Gesellschaft verhindert zu haben. „Wir können froh und stolz sein, den Fehler nicht gemacht zu haben“, sagte sie.

Dass es bundesweit immer weniger Sozialwohnungen gibt, hängt laut Frank Wahlen in erster Linie mit den geänderten Förderbedingungen von Bund und Land zusammen, die aus Sicht vieler Wohnungsgesellschaften kaum Anreize bieten. Das gilt besonders für die großen Städte. In der Folge fallen etliche Wohnungen aus der Sozialbindung: Ihre Zahl schrumpft in Niedersachsen von zurzeit 90 000 in voraussichtlich drei Jahren auf 30 000.

Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

NWZ-Immo.de
Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus, Gewerbe oder Grundstück?

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2201
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.