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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Hegering: Jagd auf Prädatoren zeigt Erfolg

13.03.2019

Nordenham Der Wolf war bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings Nordenham ein viel diskutiertes Thema. Einige Wolfssichtungen habe es bereits gegeben. Die Jägerschaft empfinde die Vorschriften im Umgang mit dem sich immer weiter ausbreitenden Raubtier als unangemessen, berichtet Schatzmeister Hartwig Meyer.

Auf Nutztierrisse müsse viel präziser reagiert werden, ist er überzeugt. „Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass Wölfe in bestimmten Geländeabschnitten bleiben dürfen, dann müssen wir aber auch sagen, dass sie in anderen Gebieten eben nichts zu suchen haben“, fasste Hartwig Meyer die Diskussion zusammen.

Abwärtstrend gestoppt

Dem Streckenbericht war zu entnehmen, dass sich die Hasenstrecke im Jagdjahr 2018/2019 (82, davon 31 Fallwild, also Opfer des Straßenverkehrs) gegenüber dem Vorjahreszeitraum (52) verbessert habe. Der Abwärtstrend der Population sei gestoppt, meint Hartwig Meyer. Diesen Erfolg führen die Mitglieder des Hegerings vor allem auf das neue Prädatorenmanagement zurück.

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Zu den sogenannten Prädatoren zählen zum Beispiel Fuchs, Marder und Rabenkrähe. Die Nordenhamer Jäger hatten sich Hilfe von einem Berufsjäger geholt, der sie unter anderem bei der Betreuung von Fallen unterstützte. „Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, ist Hartwig Meyer überzeugt.

Im abgelaufenen Jagdjahr wurden dann auch 26 Füchse (davon einer Fallwild) erlegt. Zum Vergleich: Im Jagdjahr 2017/2018 waren es 17. Außerdem wurden 10 Dachse (Vorjahr 7), 28 Steinmarder (zwei Fallwild, Vorjahr 19) und vier Iltisse zur Strecke gebracht. Die Nordenhamer Jäger erlegten 72 Rabenkrähen (Vorjahr 111), sieben Elstern und neun Kormorane. Außerdem wurden 16 Rehe (sechs Fallwild) und 27 Wildkaninchen zur Strecke gebracht (fünf Fallwild).

Große Probleme bereiten jedoch immer noch die Gänse, nicht nur im Gebiet des Hegerings Nordenham. Die Zugvögel fressen das Gras und verkoten immer mehr Flächen, die dann als Weiden unbrauchbar werden, sagt Hartwig Meyer. Sehr zum Ärger der Nordenhamer Jäger durften Nonnen- und Blessgänse im abgelaufenen Jahr gar nicht bejagt werden. Für Grau-, Kanada- und Nilgänse sei die Jagdzeit verkürzt worden, ärgert sich Hartwig Meyer, der darin einen großen Widerspruch zu den Bedürfnissen der Landwirte sieht.

Gefahr für Deiche

Laut Streckenbericht sind im abgelaufenen Jahr 91 Graugänse (davon 8 Fallwild), 16 Kanadagänse und 25 Nilgänse erlegt worden. Des Weiteren zählten die Nordenhamer Jäger fünf Fasane (davon ein Fallwild), eine Waldschnepfe (Fallwild) und 227 Ringeltauben zur Strecke. 47 Stockenten (davon zwei Fallwild), eine Pfeifente und sieben Krickenten (zwei Fallwild) wurden im vergangenen Jahr ebenfalls erlegt.

Auch eine Nutria ist im diesjährigen Streckenbericht verzeichnet. Die auch als Biberratte oder Sumpfbiber bekannten Tiere graben meterlange Gänge und machen dabei auch vor den Deichen nicht halt, berichtet Hartwig Meyer. Das Problem sei dabei auch, dass die Tiere sich bis zu dreimal im Jahr vermehren, ein Wurf zehn und mehr Junge zählen kann und die Jungtiere wiederum ab einem Alter von fünf Monaten geschlechtsreif werden. In den Bereichen Rodenkirchen und Jaderberg habe sich das ursprünglich aus Südamerika stammende Nagetier bereits zu einem großen Problem entwickelt, sagt Hartwig Meyer. Nordenham sei noch nicht so stark betroffen.

Geehrt wurden bei der Versammlung in den Weserterrassen drei langjährige Mitgliedern. Hegeringleiter Jörg Hullmann wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Seit 40 Jahren Mitglied im Hegering sind Hans-Georg Alder und Erwin Gaber.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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