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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Ja-Wir-Stiftung: Ein steter Tropfen für den guten Zweck

25.04.2018

Nordenham Was tun mit dem Vermögen, wenn es keine Erben gibt? Immer mehr Menschen stellen sich diese Frage. Und immer mehr Menschen haben den Wunsch, das Geld für gemeinnützige Zwecke in ihrer Region einzusetzen, die ihnen sinnvoll erscheinen. Die Jade-Wirtschaftsraum-Stiftung (kurz: Ja-Wir-Stiftung) bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Und die werden immer mehr genutzt. Gerd Köhn und Hilko Schütte, die zum Vorstand der Ja-Wir-Stiftung gehören, stellen fest, dass sich die Anfragen häufen. So sehr, dass die Ja-Wir-Stiftung in der Nordenhamer Filiale der Raiffeisen-Volksbank eine Außenstelle eingerichtet hat. An diesem Freitag, 27. April, ist sie zum ersten Mal geöffnet.

Wo landet das Geld?

Nach den Worten von Gerd Köhn agieren zurzeit 25 Treuhandstiftungen unter dem Ja-Wir-Dach, die allesamt die Unterstützung sozialer und kultureller Aktivitäten zum Ziel haben. Auch in Nordenham werden gemeinnützige Einrichtungen und Vereine unterstützt, zum Beispiel der Verein Fussel, der sich für krebskranke Kinder einsetzt, das Bürgerhaus, das Mehrgenerationenhaus und der Rüstringer Heimatbund. „Hier wird gesellschaftliches Engagement dauerhaft gefördert“, freut sich Hilko Schütte.

Wie funktioniert eine Stiftung?

Eine Stiftung ist auf Dauer angelegt und gegenüber politischen und wirtschaftlichen Veränderungen weitgehend immun, teilt Hilko Schütte mit. Allein in Deutschland gibt es hunderte Stiftungen, die über 500 Jahre alt sind und ihren Zweck nach wie vor verwirklichen. Eine Stiftung ist kein Verein. Er hat keine Mitglieder, nur der Wille des Stifters ist entscheidend. Dient eine Stiftung dem Gemeinwohl, erfährt sie erhebliche steuerliche Begünstigungen. So fällt beispielsweise keine Erbschaftssteuer an, wenn ein Vermögen an eine gemeinnützige Stiftung vererbt wird.

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Die Ja-Wir-Stiftung bietet die Möglichkeit, eine eigene Stiftung zu gründen oder eine bestehende Stiftung zu unterstützen. Wer eine eigene Stiftung gründen will, dem erstellt der Regionalverbund eine maßgeschneiderte Satzung. Die Ja-Wir-Stiftung übernimmt die Verwaltung der Stiftung und hat dafür eine hauptamtliche Geschäftsführerin eingestellt, die aus den Stiftungserlösen bezahlt wird.

Wie viel Geld ist in den Stiftungen angelegt?

Der Stiftungsvermögen unter dem Dach des Ja-Wirt-Regionalverbundes liegt derzeit bei rund 10 Millionen Euro. Bundesweit gibt es über 22 000 Stiftungen. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen liegt das bekannte Vermögen bei insgesamt 68 Milliarden Euro. Bei einer Stiftung bleibt das Vermögen unangetastet. Die Zinserträge werden ausgeschüttet. Aufgrund der schlechten Zinsentwicklung sind die Erträge in den vergangenen sechs bis sieben Jahren allerdings deutlich zurückgegangen. Im vergangenen Jahr hat die Ja-Wir-Stiftung, die zu einer konservativen Anlagepolitik verpflichtet ist, rund 60 000 Euro ausgeschüttet.

Warum ist die Nachfrage gestiegen?

Immer mehr Menschen haben keine Erben und überlegen zu Lebzeiten, wie sie ihr Vermögen nach ihren eigenen Vorstellungen einsetzen können. Von diesem demografischen Phänomen profitieren die Stiftungen. Nach den Worten von Hilko Schütte ist eine größere direkte Spende an einen Verein oft nicht sinnvoll, weil dadurch dessen Gemeinnützigkeit gefährdet ist.

Wann ist die neue Außenstelle geöffnet?

Das neue Ja-Wir-Büro in der Raiffeisen-Volksbank öffnet an jedem zweiten Donnerstag und an jedem vierten Freitag eines Monats von 8 bis 13 Uhr (Telefon 04731/94 95 48) . Ansprechpartnerinnen ist Ute Spohler. Sie arbeitet – genau wie der Vorstand – ehrenamtlich für die Stiftung.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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