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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wasserstoff als die Energie von morgen

07.09.2019

Nordenham Sie sind leise, stoßen keine Abgase aus und sind nach ein paar Minuten wieder vollgetankt. Autos mit Brennstoffzelle scheinen den perfekten Antrieb der Zukunft zu haben. Trotzdem fristet die Technologie bislang ein Nischendasein.

Im großen Hörsaal des Gymnasiums startete das neue Semester der Vorlesungsreihe Kiwi (Kinder wissen mehr). Referent Claas Schott berichtete über das Thema „Energieträger Wasser“. Claas Schott ist Diplom Ingenieur und in der Hochschule Bremerhaven tätig. Zudem ist er Vorsitzender des Vereins „H2BX“, der in Vorträgen über die Technologie der Brennstoffzelle informiert.

„Das Wasser ist die Kohle und das Öl der Zukunft“, ist sich Claas Schott sicher. Wasserstoff sei die Energie von morgen. Es wird durch elektrischen Strom gewonnen. Die so zerlegten Elemente des Wassers, in Wasserstoff und Sauerstoff, werden die Energieversorgung der Erde sichern, meint der Referent. Brennstoffzellen gelten als Effizienz-Technologie der Zukunft. Die Idee dahinter ist aber schon rund 150 Jahre alt.

Jules Verne sei seiner Zeit weit voraus gewesen und hat bereits in seinem Werk „Die geheimnisvolle Insel“ von 1870 darüber geschrieben, wie die Menschen aus Wasser Energie gewinnen können, berichtete Claas Schott.

Kommt reiner Wasserstoff mit Sauerstoff zusammen, werden Strom und Wärme erzeugt. Die könne man zum Heizen nutzen und zur Fortbewegung von Autos, Lastwagen, Bussen, Zügen, Schiffen oder Baumaschinen. „Können auch Flugzeuge mit Wasserstoff fliegen?“, wollte ein Kind wissen. Das sei möglich, meint Claas Schott. Es gebe bereits kleine Flugzeuge mit einer Brennstoffzelle an Bord.

Wasserstoff habe zudem den Vorteil, das es völlig ungiftig, geruchlos und umweltneutral sei. Es verursache keine Schäden an Mensch oder Natur. „Ein Kilogramm Wasserstoff hat dreimal so viel Energie wie ein Liter Benzin“, sagte der Referent. Das Element ist auf der Erde in nahezu unbegrenzten Mengen vorhanden. Wasserstoff sei ein Energiespeicher, der nach Meinung von Claas Schott bisher viel zu wenig genutzt wird. Um Wasserstoff herzustellen, brauche man allerdings mehr Energie, als bei der Umwandlung herauskomme. „Wir produzieren jedoch viel mehr Strom als wir hier benötigen“, sagte er. Um diese Überschüsse, zum Beispiel von Windkraftwerken, loszuwerden, müsse man den Abnehmern im Ausland viel Geld zahlen. In seinen Augen eine große Verschwendung.

Die nächste Kiwi-Vorlesung findet am 23. Oktober statt. Dann lautet das Thema des Vortrags von Jan Christoph Greim „Fischstäbchen“.

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