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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Jetzt bekommt der Platzhirsch GNSG Konkurrenz

29.11.2018

Nordenham Wenn es um die Erschließung und Vermarktung von Neubaugebieten geht, genießt die Gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft (GNSG) einen Platzhirsch-Status in der Unterweserstadt. Zumindest ist das bisher so gewesen. Doch jetzt ändert sich die Lage: Zwei alteingesessene Nordenhamer Firmen haben sich zusammengeschlossen, um den Konkurrenzkampf mit der GNSG aufzunehmen. Dabei geht es um das große Wohngebiet, das auf dem mittlerweile freigeräumten Gelände der früheren Wesermarsch-Klinik entstehen soll. Die Immobilenggesellschaft Boekhoff sowie das Transport- und Tiefbauunternehmen Stührenberg wollen das Projekt nicht der GNSG überlassen, sondern möchten es als Arbeitsgemeinschaft selbst in die Hand nehmen.

Die Aufgabenverteilung leuchtet ein: Das Maklerbüro Boekhoff kümmert sich um Marketing und Verkauf, während die Firma Stührenberg für die Erschließung und den Endausbau zuständig ist. „Wenn wir uns zusammentun, ist alles da, was man braucht“, betont Stührenberg-Geschäftsführer Jörn Wieland. Er verweist darauf, dass beide Betriebe in ihren jeweiligen Branchen auf viel Erfahrung zurückgreifen könnten. Daher biete sich bei dem Vorhaben ein Schulterschluss an.

Weil die Arbeitsgemeinschaft auf Fremdfirmen verzichten und somit Kosten sparen könne, sieht sie sich gegenüber der GNSG im Vorteil.

Verdichtete Bauweise

Das Gestaltungskonzept der AG Boekhoff/Stührenberg für das Neubaugebiet entspricht den Vorstellungen von modernen Wohnformen, die auch die Bauverwaltung der Stadt Nordenham favorisiert: eine verdichtete Bauweise mit Gemeinschaftsanlagen und vergleichsweise kleinen Grundstücken. „Damit eröffnet sich die Möglichkeit, viel mehr Leuten zu Wohneigentum zu verhelfen“, sagt Guido Boekhoff, der gemeinsam mit Matthias Janßen die in der Innenstadt ansässige Immobilienfirma leitet. Eine verdichtete Bauweise biete auch aus wirtschaftlichen Gründen Vorzüge.

Die GNSG hingegen setzt auf eine klassische Einfamilienhaus-Siedlung, in der Mehrparteien-Gebäude eher die Ausnahme sind. Somit ist das Tauziehen zwischen der Arbeitsgemeinschaft Boekhoff/Stührenberg und der GNSG um das etwa vier Hektar große Neubaugebiet auch ein Wettbewerb der Wohnkonzepte.

Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft sind fest davon überzeugt, dass der Bedarf für alternative Wohnformen in Nordenham vorhanden ist. „Wir sehen da ein großes Potenzial“, sagt Boekhoff-Geschäftsführer Matthias Janßen. Und falls sich bei der Vermarktung der Grundstücke doch ein anderes Bild ergeben, sei es immer noch möglich, flexibel zu reagieren und die Planung anzupassen, ergänzt Niels Ohlemacher, der bei der Firma Stührenberg als Prokurist und Bauleiter tätig ist.

Kein Ladenhüter

Sollte die Arbeitsgemeinschaft den Zuschlag erhalten, will sie das Projekt zügig über die Bühne bringen – auch im eigenen wirtschaftlichen Interesse. Guido Boekhoff verbreitet Zuversicht: „Das Baugebiet wird ganz bestimmt kein Ladenhüter“, sagt er, „die Grundstücke haben eine sehr attraktive Lage und werden sich schnell vermarkten lassen.“ Dabei könnten auch die Kontakte hilfreich sein, die sein Unternehmen zu überregionalen Investoren habe.

Im Namen seiner Mitstreiter fordert Jörn Wieland die Stadt Nordenham auf, das Neubaugebiet auf dem Klinik-Areal über eine öffentliche Ausschreibung zu vergeben. Mit einem solchen Bieterwettbewerb erhalte die Stadt auch die Chance, einen höheren Verkaufserlös als bei einer freihändigen Veräußerung an die GNSG zu erzielen.

Neben der Siedlungsgesellschaft, die zu 81,6 Prozent der Stadt Nordenham gehört, und der Arbeitsgemeinschaft Boekhoff/Stührenberg hat der Augustgrodener Unternehmer und Investor Björn Thieling Interesse an dem Klinik-Gelände angemeldet.

Jetzt muss der Stadtrat entscheiden, wer bei dem Projekt zum Zuge kommt. Die SPD-Fraktion hat sich bereits für die GNSG ausgesprochen. Die Sozialdemokraten stellen zwar die größte Gruppe im Rat, verfügen aber nicht über die Mehrheit. Es ist also noch für allerhand Spannung gesorgt. Am 6. Dezember steht das Thema erneut im Bauausschuss auf der Tagesordnung.

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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