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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Erfolgreicher Start in berufliche Zukunft

01.09.2018

Nordenham In einer feierlichen Verabschiedung erhielten am Donnerstagabend in der Nordenhamer Stadthalle Friedeburg die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen ihre Gesellenbriefe beziehungsweise Abschlusszeugnisse von der Kreishandwerkerschaft Wesermarsch. 75 Lehrlinge waren zur Prüfung angetreten, 58 von ihnen hatten die Prüfung bestanden. „Sie sehen, die Prüfung ist also kein Selbstläufer“, betonte Thomas Sturm, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, der wieder durch den Abend führte. Eine Festrede hielt der neue Schulleiter der Berufsbildenden Schulen für den Landkreis Wesermarsch in Brake, Lars Otten.

Mit der Ausbildung hätten die neuen Gesellen eine wichtige Hürde für ihre berufliche Zukunft genommen. „Das ist die Basis für eine erfolgreiche berufliche Zukunft“, betonte der Schulleiter. Die Stärke der Ausbildung in Deutschland liege in der Dualität, also der Ausbildung innerhalb des Betriebs und der Berufsschule, meinte Lars Otten. „Gemeinsam haben wir für sie einen Rucksack gepackt, in dem zum Beispiel fachliches Wissen über die Funktionsweise der nötigen Technologien und verschiedene Fertigkeiten steckten, zählte der Schulleiter auf. Aber auch verschiedene „Werkzeuge“ haben Betrieb und Schule den jungen Leuten an die Hand gegeben, so zum Beispiel das Wissen, mit dem die ehemaligen Schüler in der Lage sind, sich immer wieder selbstständig neues Fachwissen anzueignen.

Denn in Zeiten eines rasanten technischen Wandels dürften die Gesellen nicht aufhören, zu lernen, wenn sie vorankommen wollen. „Lernen sie weiter. Lebenslanges Lernen ist zwar kein Garant für Erfolg. Aber wenn sie nicht weiter lernen, ist das ein Garant dafür, Misserfolge zu haben“, mahnte der Schulleiter und betonte dann: „Aber ihre Erfolge werden sie für alle Mühen entschädigen!“

Doch in dem von Betrieb und Berufsschule gepackten Rucksack sei auch noch jede Menge Platz, Platz für eigene Erfahrungen, schloss der Schulleiter seine Rede.

Trotz des freudigen Anlasses war natürlich auch der immer deutlicher werdende Fachkräftemangel ein Thema. Es sei erschreckend, wie viele „Solisten“ der verschiedenen Gewerke an diesem Abend auf die Bühne geholt würden, sagte Obermeister Jens Thormählen aus Elsfleth. Angesichts der aktuellen Entwicklung frage er sich, wer in 20 Jahren die Dächer decken, die Häuser mauern und die Räume schaffen soll, in denen diejenigen leben, die statt einen handwerklichen Beruf zu ergreifen, lieber ein Studium beginnen. Natürlich seien alle Berufe wichtig, doch sein Dank gelte den Handwerkern, die die Wirtschaft am Leben halten. „Ein Hoch auf das Handwerk“, schloss der Dachdeckermeister.

Merle Ullrich
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2202

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