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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

In sechs Schritten zur Potenzialanalyse

14.06.2019

Nordenham Lohnt sich der Betrieb der Stadthalle Friedeburg und der Jahnhalle noch? Um diese Frage zu beantworten hatte die Stadt Nordenham im Auftrag des Stadtrates in einem sogenannten Lastenheft einen ganzen Katalog von Punkten aufgestellt, die von einem externen Gutachter bewertet werden sollen.

Sein Angebot zur Erarbeitung einer solchen Potenzialanalyse der beiden städtischen Kulturstätten stellte am Mittwoch Christopher Rörig von der Bevenue GmbH im Ausschuss für Sport, Freizeit und Kultur vor. Eine Entscheidung über die Vergabe des Auftrags traf der Ausschuss am Mittwoch jedoch nicht.

Die Bevenue GmbH ist seit 20 Jahren im Bereich der Beratung für Veranstaltungsstätten tätig und war unter anderem an der Erweiterung der EWE-Arena in Oldenburg beteiligt, berichtete der Geschäftsführer.

Sechs Module

Die Analyse der Nordenhamer Kulturstätten solle anhand von sechs Modulen erfolgen. Zunächst stehe eine Bestandsaufnahme an. Zur Klärung der Wettbewerbssituation sollen auch andere Kulturstätten in der Umgebung (Radius von 30 bis 50 Kilometern beziehungsweise Fahrzeit 45 Minuten) und deren Veranstaltungsangebote einbezogen werden. Dabei werde die derzeitige Nutzung – welche Veranstaltungen der Kulturstätten sind besonders beliebt – und eine Entwicklung des Veranstaltungssektors einbezogen werden, sagte Christopher Rörig. Die Resultate fließen wiederum in die bauliche Bewertung ein.

Diese Bewertung würde das Büro Wessels Architekten übernehmen. Das Architekturbüro hatte Anfang der 1990er Jahre die bisher letzten Sanierungsarbeiten an der Stadthalle Friedeburg vorgenommen, berichtete Christopher Rörig. Die Bewertung der Gastronomie würde der Experte Michael Thenner (Göttingen) übernehmen. Er sei laut Christopher Rörig ein anerkannter, langjähriger Fachberater für gastronomiebezogene Themenstellungen.

Zusätzlich zu den sechs Modulen könne auf Wunsch ein sogenanntes Benchmarking, also ein direkter Vergleich mit sechs bis acht Veranstaltungshäusern im Umkreis vorgenommen werden. Des weiteren können auch die bestehenden Preismodelle und die Vermarktungskonzepte der beiden Nordenhamer Häuser überprüft werden, bot Christopher Rörig an.

Handlungsempfehlungen

Im 7. Modul würden schließlich Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Eine finale Potenzialanalyse könne das Unternehmen jedoch frühestens im ersten Quartal 2020 präsentieren, stellte Christopher Rörig klar.

Ob die Module nur im Paket oder einzeln ausgewählt werden können, wollte Wilfried Fugel (SPD) wissen. Da die Module aufeinander aufbauen, sei es sinnvoll, alle Module zu übernehmen, sagte Christopher Rörig, da zunächst der Bestand aufgenommen werden müsse. Dafür würde das Unternehmen natürlich auch auf bereits vorhandene Unterlagen zurückgreifen. Die Module seien alle Bestandteil des Lastenheftes, betonte Bürgermeister Carsten Seyfarth.

Stadthallen-Manager Helmut Dietrich berichtete, dass die Friedeburg als Halle für rund 500 Personen zwar „ziemlich einmalig“ in der Wesermarsch sei. Jedoch machten andere Veranstaltungsstätten im Umkreis der Halle immer stärker Konkurrenz. Auch Großveranstaltungen privater Anbieter nehmen zu. Sowohl er als auch sein Kollege Stefan Jaedtke in der Jahnhalle, seien alleine für den Betrieb der jeweiligen Kulturstätte verantwortlich. Da fehle schlichtweg die Zeit, täglich neue Veranstaltungen zu akquirieren, machte Helmut Dietrich deutlich.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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