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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Lebensmittel: Ungebremster Appetit aufs Gelbe vom Ei

05.08.2017

Nordenham Bei Hans-Jürgen Strauch aus Einswarden ist jeden Donnerstag und Sonntag Eier-Tag. Daran wird auch der jüngste Skandal, den mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier ausgelöst haben, nichts ändern. „Ich kaufe meine Eier seit 40 Jahren bei Onken auf dem Wochenmarkt, und es war noch nie ein schlechtes dabei“, sagt der Rentner – und wird es sich auch an diesem Sonntag wieder schmecken lassen.

Am Stand von Jan Schweers vom Geflügelhof Onken aus Bockhorn reist am Freitag auf dem Wochenmarkt der Kunden-Zustrom nicht ab. Keine Spur von Kaufzurückhaltung. Natürlich ist der Eier-Skandal ein Thema an diesem Vormittag. „Fast alle Kunden fragen danach“, sagt Jan Schweers, „aber das ist eben das Gute: Mit einem Regal im Supermarkt kann man nicht reden, mit uns schon“.

Was Jan Schweers erzählt, beruhigt die Kunden. Der Geflügelhof hält 41 000 Hühner, verkauft in der Region 35 000 Eier pro Tag. Bei der Reinigung der Ställe kämen keine Chemikalien zum Einsatz, versichert Jan Schweers, sondern lediglich „Wasser, Hochdruckreiniger und viel Menschenkraft“. Zu den Niederlanden und Belgien, wo die illegale Mixtur mit dem Insektizid herkommen soll, pflege die Firma Onken keinerlei Geschäftsbeziehungen.

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Und so greifen die Kunden auf dem Wochenmarkt dann auch bedenkenlos zu. „Wir kaufen unsere Eier seit Jahren hier und haben volles Vertrauen. Die Ware ist immer gut“, sagen Brigitte und Hergen Kanthack aus Seefeld. Vieles werde hochgespielt, glaubt Edith Oesterwind aus Nordenham, während sie einen Karton mit sechs Eiern in ihrer Einkaufstasche verstaut.

Ein paar Meter weiter am Verkaufswagen der Firma Krupke haben gerade Irmgard und Heiner Zimmer ihren Einkauf erledigt. Der Skandal um die belasteten Eier werde „aufgebauscht“, sind sie überzeugt. Karl-Heinz Aden, der das Paar aus Nordenham bedient hat, bestätigt, dass die Kunden zwar vermehrt nachfragten, dass deshalb aber keineswegs weniger Eier gekauft würden.

In der kommenden Woche will der Wochenmarkt-Beschicker Listen mit den Nummern aushängen, mit denen die Eier gekennzeichnet sind. Diese Nummern geben unter anderem Aufschluss darüber, wo genau die Eier produziert wurden. So möchte Karl-Heinz Aden für seine Kunden Transparenz schaffen. Zu verstecken oder zu verbergen hat er nichts. Denn ehe sie auf den Verkaufstisch kommen, würden die Eier anhand der Nummern durchweg auf ihre Herkunft überprüft, betont Karl-Heinz Aden.

Ungebremster Appetit aufs Gelbe vom Ei also. Auch am Stand von Holger Hochheiden aus Stadland. Nachfragen seitens der Kunden – ja; Kaufzurückhaltung – nein: So lautet das Fazit des Händlers, der seine Eier nach eigener Aussage ausschließlich aus der Region bezieht.


Ein Spezial unter   www.nwzonline.de/fipronil 
Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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