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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mehrgenerationenhaus Nordenham: Handwerker gesucht für Reparatur-Café

29.06.2020

Nordenham Im Mehrgenerationenhaus an der Viktoriastraße ist es in den vergangenen Wochen ziemlich ruhig gewesen. Die Gruppentreffen können wegen der coronabedingten Einschränkungen nicht stattfinden. Betroffen davon sind die Plattschnacker, die Wollmäuse, die Bingo-Gruppe, der Mehrgenerationenchor, die Nähgruppe und das Musikertreffen. „Das ist sehr bedauerlich“, sagt Stefan Schreiber, der zusammen mit Anja Danowski das Haus an der Viktoriastraße leitet. „Schließlich ist das gesellige Miteinander unser Markenkern.“ Bei schönem Wetter sind immerhin wieder kleinere Treffen im Innenhof des MGH möglich. Bei Bedarf steht ein großes Zelt mit herausgenommen Seitenwänden zur Verfügung.

Reparatur-Café

Wie lange dieser Zustand noch anhält, ist derzeit völlig ungewiss. Aber das hält Stefan Schreiber und Anja Danowski nicht davon ab, für die Zeit danach zu planen und neue Angebote vorzubereiten. Eines davon ist das Reparatur-Café. Gemeinsam mit Albert Mumme, dem Vorsitzenden des Senioren- und Behindertenbeirats, hat das Leitungsduo des MGH die Idee des Reparatur-Cafés aufgegriffen, die in vielen anderen Städten bereits mit Erfolg umgesetzt wird.

Im Offenen Treff des MGH sollen ehrenamtliche Handwerker ihr Wissen weitergeben und bei der Reparatur von Alltagsgegenständen wie Kaffeemaschinen, Rasenmähern oder Staubsaugern helfen. Stefan Schreiber weiß, das solche Geräte viel zu schnell im Müll landen, wenn sie defekt sind. Dabei ist oftmals nur ein Wackelkontakt die Ursache. Viele kleinere Defekte lassen sich mit dem nötigen Wissen und Geschick beheben. Männer und Frauen, die das können und Lust haben, sich ehrenamtlich zu engagieren, sucht das MGH. Das können ausgebildete Elektrofachkräfte sein oder geschickte Bastler genauso wie Menschen, die sich mit Näh- oder Holzarbeiten auskennen.

Mittagstisch wird eingestellt

Seit seiner Gründung gehörte der Mittagstisch im Offenen Treff zu den beliebtesten Angeboten im MGH. Zuletzt ist die Zahl der Gäste allerdings deutlich zurückgegangen. Aus wirtschaftlichen Gründen hat sich die MGH-Leitung jetzt entschlossen, das Angebot einzustellen, das seit Beginn der Corona-Einschränkungen ohnehin nicht mehr vorgehalten werden konnte.

Stefan Schreiber möchte ein zuverlässiges Team aufbauen, das regelmäßig – zunächst einmal im Monat – zum Reparatur-Café einlädt. Dort soll in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen gemeinsam repariert und Wissen geteilt werden.

Nach den Worten von Stefan Schreiber lassen sich beim Reparaturtreff praktische Hilfe, Geselligkeit und Nachhaltigkeit verbinden. Albert Mumme glaubt, dass es gerade bei älteren Menschen einen großen Bedarf für ein solches Angebot gibt. Er kann sich vorstellen, dass es in einem zweiten Schritt noch erweitert wird, und die ehrenamtlichen Handwerker für kleinere Reparaturen, zum Beispiel, wenn der Wasserhahn tropft, zu den Hilfesuchenden nach Hause kommen. Albert Mumme ist davon überzeugt, dass es in Nordenham viele Rentner gibt, die im Handwerk gearbeitet haben und jetzt über die Zeit verfügen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Für das Reparatur-Café kann das MGH auch Werkzeug gebrauchen, das nicht mehr benötigt wird.

Lern-Café

Mitte März sollte im Mehrgenerationenhaus das digitale Lern-Café starten. Doch dann kam Corona. An seinem Plan, das Angebot im Mehrgenerationenhaus zu etablieren, will Stefan Schreiber festhalten. Er sucht dafür digitale Lotsen.

Der MGH-Leiter weiß, dass immer mehr ältere Menschen Smartphones und Tablets nutzen. Damit gibt es auch einen steigenden Bedarf an Unterstützung und Orientierungshilfe. Die Menschen wollen wissen, wie sie eine E-Mail-Adresse einrichten, wie sie mit ihrem Enkel über Whatsapp kommunizieren oder eine Fahrkarte für die Bahn erwerben können. Stefan Schreiber schwebt ein leicht zugängliches, niederschwelliges Angebot vor, zu dem die Ratsuchenden mit konkreten Problemen und Fragen kommen. Die angehenden Lotsen bekommen Material rund um die Themen Internet und Neue Medien an die Hand, das ihnen die Arbeit erleichtert. Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit interessiert, kann unter Telefon   04731/942820 oder per E-Mail (mgh@caritas-wesermarsch.de) Kontakt aufnehmen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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