• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Die neue Arbeitswelt mitgestalten

08.03.2018

Nordenham Die Industriegewerkschaft Metall ruft die Beschäftigten in der Wesermarsch zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen auf. „Betriebsräte sorgen für bessere Arbeitsbedingungen und sichere Arbeitsplätze“, sagt Martin Schindler. Der Nordenhamer ist Geschäftsführer der IG Metall Wesermarsch, die rund 132 Betriebsräte in 19 Unternehmen der Region betreut. Laut Martin Schindler zahlen Firmen mit Betriebsrat im Durchschnitt rund zehn Prozent höhere Entgelte. Zudem seien Kündigungen und Sozialpläne ohne Anhörung des Betriebsrates unwirksam. „Mitbestimmung ist auch ein Innovationsmotor“, meint Martin Schindler und verweist dabei auf die Gestaltung der „Arbeitswelt 4.0“.

Die IG Metall hat sich folgendes Ziel gesetzt: kein Betrieb ohne Betriebsrat. Bei den Wahlen 2014 war es der Gewerkschaft gelungen, bundesweit in rund 1000 Unternehmen neue Betriebsräte zu gründen.

„Betriebsratswahlen sind gelebte Demokratie im Betrieb“, betont Martin Schindler. Es gehe darum, dass die Beschäftigten die Arbeitsbedingungen konkret mitgestalten und verbessern könnten. Nach Angaben des Wesermarsch-Geschäftsführers will die IG Metall in diesem Jahr vor allem den Anteil der jüngeren Menschen, Frauen, Angestellten und Beschäftigten aus den Entwicklungsbereichen in den Betriebsratsgremien erhöhen. „Wir wollen die gesamte Belegschaft repräsentieren“, sagt Martin Schindler. Allein altersbedingt würden einige Betriebsräte in der Wesermarsch nicht mehr antreten oder in der kommenden Amtszeit ausscheiden.

Die Betriebsratswahlen haben am 1. März begonnen und laufen bis zum 31. Mai. Ab fünf Beschäftigten kann ein Betriebsrat gewählt werden. Wahlberechtigt sind alle Arbeitnehmer ohne Leitungsfunktion, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Beschäftigte, die seit mindestens sechs Monaten im Unternehmen arbeiten, dürfen kandidieren. Die IG Metall stellt bundesweit rund 11 000 Betriebsratsgremien.

Wann werden die
Betriebsräte gewählt
?

Betriebsräte werden alle vier Jahre im gleichen Zeitraum von März bis Mai gewählt. Die Wahlen finden während der Arbeitszeit statt.

In welchen Betrieben
finden Wahlen statt
?

In allen Betrieben mit in der Regel mindestens fünf ständig wahlberechtigten Arbeitnehmern.

Wer bereitet die Wahlen vor und organisiert sie ?

Der amtierende Betriebsrat beruft zehn Wochen vor Ende seiner Amtszeit einen Wahlvorstand. Dieser veröffentlicht die Wählerlisten und das Wahlausschreiben. In Firmen ohne Betriebsrat kann die Initiative zur Wahl von einer im Betrieb vertretenen Gewerkschaft ausgehen. Oder mindestens drei wahlberechtigte Beschäftigte laden zu einer ersten Wahlversammlung ein.

Wie viele Mitglieder hat der Betriebsrat??

Das hängt von der Zahl der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer ab. In jedem Fall haben Betriebsräte eine ungerade Zahl an Mitgliedern. Das Betriebsverfassungsgesetz schreibt eine Staffelung vor. Hier zwei Beispiele: bei 5 bis 20 wahlberechtigten Arbeitnehmern eine Person, bei 101 bis 200 Arbeitnehmer sieben Personen.

Wer darf seine Stimme abgeben??

Wahlberechtigt sind alle Arbeitnehmer, die zum Zeitpunkt der Wahl das 18. Lebensjahr vollendet haben. Auch Arbeitnehmer in Elternzeit, Aushilfskräfte oder geringfügig Beschäftigte dürfen abstimmen. Das gilt ebenfalls für Leiharbeitnehmer, die länger als drei Monate im Betrieb eingesetzt waren oder bei denen absehbar ist, dass sie länger als drei Monate eingesetzt werden sollen. Ausgenommen vom Wahlrecht sind leitende Angestellte.

Ist auch eine
Briefwahl möglich
?

Beschäftigte, die am Wahltag nicht im Betrieb sind, können Briefwahl beantragen. Der Wahlvorstand stellt die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung.

Wer kommt für die
Kosten der Wahl auf
?

„Die Kosten der Betriebsratswahl trägt der Arbeitgeber“, heißt es im Betriebsverfassungsgesetz. Das bedeutet, dass alle im Zusammenhang mit der Betriebsratswahl anfallenden Sachkosten und auch die persönlichen Ausgaben der Wahlvorstandsmitglieder vom Arbeitgeber übernommen werden müssen.

Wer genießt besonderen Kündigungsschutz??

Im Zusammenhang mit der Betriebsratswahl genießen bestimmte Arbeitnehmer einen besonderen Kündigungsschutz. Und zwar diejenigen, die die Wahl eines Betriebsrats initiieren und etwa durch Aushang zu einer Wahlversammlung einladen. Sie sind vom Zeitpunkt der Einladung bis zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Wahlergebnisses nicht ordentlich kündbar. Der besondere Kündigungsschutz gilt allerdings nur für drei Einladende. Kündigungsschutz über sechs Monate genießen die Mitglieder des Wahlvorstandes und die Kandidaten für den Betriebsrat. In den Betriebsrat gewählte Arbeitnehmer haben während ihrer gesamten Amtszeit und ein Jahr darüber hinaus Kündigungsschutz.

Norbert Hartfil
Redaktionsleitung Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2201
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Weitere Nachrichten:

IG Metall

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.