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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Warum er deutsche Küche am liebsten mag

15.08.2019

Nordenham „Kudret Danaci? Ja, den kenn’ ich“, Diesen Satz hört man oft, wenn man sich bei Nordenhamern nach dem beliebten Gastronomen umhört. Viele Jahre lang betrieb Kudret Danaci einen Döner-Imbiss in der Bahnhofstraße. Doch damit ist seit Anfang Mai Schluss. Der Nordenhamer steckt derzeit intensiv in den Vorbereitungen für sein Restaurant, das er noch in diesem Jahr eröffnen möchte. Mit Döner ist dann endgültig Schluss. Kudret Danaci will Gerichte aus dem Bereich der deutschen Hausmannskost anbieten. Auf Facebook hält er seine knapp 1400 Follower stets auf dem Laufenden. Dort finden sich beispielsweise Bilder von Probegerichten, die er gerade für sein neues Restaurant testet. Oder Eindrücke von früher aus seinem Döner-Imbiss. Über die vielen positiven Rückmeldungen auf seine Posts freut er sich sehr. „Das ist das schönste Feedback – das ist wichtiger als Geld“, sagt er.

In den Genuss der deutschen Küche kam Kudret Danaci schon als Kind. „Meine Eltern haben immer viel gearbeitet. Unten in unserem Mehrfamilienhaus haben mich nachmittags oft zwei Seniorinnen betreut. Deutsche Omas sind die besten Köche der Welt! Bei deutscher Küche kann mir also niemand etwas vormachen“, sagt der 41-Jährige mit türkischen Wurzeln und lacht dabei. Die mediterrane und türkische Küche schätze er auch. „Aber weil ich hier geboren und großgeworden bin, zieht es mich eher auf die ,Schnitzelseite’“, sagt er.

Der Weg zum selbstständigen Gastronomen war für Kudret Danaci kein leichter. Nach dem Besuch des Gymnasiums Nordenham absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Industriekaufmann. Danach arbeitete er jahrelang als Versicherungskaufmann und zeitweise zusätzlich auch am Wochenende als Aushilfe in der Küche eines Restaurants. Sieben Tage die Woche fremdbestimmt arbeiten, dass war für den Nordenhamer auf Dauer nichts. „Ich bin gerne der Chef. Aber nicht von oben herab“, sagt Kudret Danaci.

Noch sieht es in den neuen Räumen des zukünftigen Restaurants an der Ecke Hafenstraße/Jahnstraße kahl aus. Wie jeder Selbstständige geht Kudret Danaci mit seinem neuen Projekt auch ein Risiko ein. „Ich bin mir sicher, dass unser neues Restaurant bei den Nordenhamern gut ankommt“, sagt er.

Das mag ich an der NWZ:

„Die NWZ verbinde ich mit großen überregionalen Themen. Da geht es jetzt beispielsweise nicht nur um Orte hier in der Gegend wie Burhave, Blexen oder Rodenkirchen. Außerdem kenne ich einige Leute, die bei der NWZ arbeiten. Die haben sich jahrelang auch bei mir etwas zu essen weggeholt. Ich bin mit denen immer astrein klargekommen, darum kann die NWZ nur etwas Gutes sein!“, sagt Kudret Danaci.

Das macht mir Sorgen:

„Die Gastronomie in Nordenham macht mir Sorgen, weil man als Gewerbeamt die Hand drüber halten sollte, dass hier nicht noch 13 weitere Dönerläden eröffnen. Man muss doch mal sagen: ,Das ist jetzt hier überdönert!’ Wir sind nur 25 000 Einwohner hier. Hier sind jetzt genug Dönerläden“, sagt Kudret Danaci. Außerdem wünsche er sich, dass in Nordenham das Freizeitangebot für Jugendliche ausgebaut werde.

Das macht mir Freude:

„Als beispielsweise einmal ein älteres Ehepaar in meinen alten Laden gekommen ist und mich begrüßt hat mit: ,Wie geht es dir mein Sohn?’ Wir haben Smalltalk gehalten und sie haben mich gefragt, wie die Planungen mit meinem neuen Laden laufen. Es war für mich eines der schönsten Gefühle, dass ich von älteren Deutschen so akzeptiert werde. Vor allem wenn man so wie ich nicht aussieht wie ein deutscher Michael.“

Dafür stehe ich nachts auf:

„Man sagt ja immer traurigerweise, dass Selbstständige keine Freunde haben. Manchmal fange ich auch an, dass zu glauben“, sagt der Gastronom mit einem Schmunzeln und fügt hinzu: „Ich weiß nicht, ob es überhaupt so einfach ist, mich nachts zu erreichen. Ich glaub’ da ist mein Handy eher im Flugmodus. Ansonsten würde ich sagen: Familie. Für meine Familie bin ich immer 24/7 erreichbar.“

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
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