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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Es wird immer schwieriger, Spenden zu bekommen“

18.09.2019

Nordenham Als Fred Memenga im Jahr 2004 die Nordenhamer Tafel gründete, konnte er nicht ahnen, wie sich der Bedarf entwickeln würde. Tatsächlich ist die Einrichtung im Bürgerhaus an der Viktoriastraße aus dem Netzwerk von Hilfsangeboten in der Stadt nicht mehr wegzudenken. Das sieht nicht nur ihr Gründer so. Die Zahl der Kunden wird von Jahr zu Jahr größer. Inzwischen versorgt die Tafel rund 2000 Menschen in der ganzen Wesermarsch. „Und es werden immer mehr“, sagt Fred Memenga. „Es kommen jedes Jahr etwa 30 bis 40 Menschen dazu.“

Vier Ausgabestellen

Die Nordenhamer Tafel hat inzwischen vier Ausgabestellen in der Wesermarsch. Die Ausgabestelle an der Viktoriastraße 20 in Nordenham ist freitags von 10.30 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Ausgabestellen gibt es in Burhave an der Lübbe-Siebet-Staße 4 (mittwochs von 12 bis 13 Uhr), in Rodenkirchen an der Schulstraße 5 (donnerstags von 11.30 bis 12.30 Uhr) und in Brake am Kiebitzring 39 (dienstags von 13 bis 15 Uhr).

Rund 70 Mitarbeiter sind für die Tafel tätig, die meisten ehrenamtlich. Auch einige Ein-Euro-Jobber, die von der Arbeitsagentur vermittelt werden, arbeiten bei der Tafel.

Auffällig ist nach den Worten von Fred Memenga, dass der Anteil der Rentner und der alleinerziehenden Mütter immer größer wird. Fred Memenga führt das darauf zurück, dass immer mehr Menschen mit einer kleinen Rente auskommen müssen. Außerdem seien die Preise für Lebensmittel gestiegen.

Besorgniserregend ist aus der Sicht des Tafel-Gründers, dass es immer schwieriger wird, Spenden für die Einrichtung zu bekommen. Wie Fred Memenga mitteilt, benötigt die Tafel rund 2000 Euro im Monat, um die laufenden Kosten abzudecken.

Allein 1000 Euro fallen im Monat für die drei Fahrzeuge an, die die Tafel im Einsatz hat. Sie steuern 32 Märkte in der Wesermarsch und darüber hinaus an, um Lebensmittel abzuholen, die noch gut, aber für den Verkauf nicht mehr geeignet sind. Außerdem fahren die Tafel-Mitarbeiter rund 80 Kunden in der Wesermarsch an, die in ihrer Mobilität so eingeschränkt sind, dass sie nicht mehr zu den Ausgabestellen kommen können. Die Tafel-Fahrzeuge legen im Monat insgesamt etwa 5000 Kilometer zurück.

Weil die Tafel dringend auf Spenden angewiesen ist, wird Fred Memenga nicht müde beim Klinkenputzen. Regelmäßig lädt er potenzielle Sponsoren ein, um über die Tafel zu informieren. Regelmäßig hat er dabei auch hochkarätige Referenten zu Gast, die Vorträge zu aktuellen Themen halten. Unter anderem hat der Tafel-Gründer eine Zusage von Christian Wulff bekommen. Einen Termin für den Besuch des ehemaligen Bundespräsidenten hat Fred Memenga allerdings noch nicht.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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