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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Offshore-Strom: Steelwind-Fundamente werden vor Borkum gesetzt

30.06.2018

Nordenham /Oldenburg /Borkum Der Oldenburger Versorger EWE baut sein Engagement beim Offshore-Windstrom aus: Mit dem Setzen des ersten Stahlfundaments wurde 45 Kilometer vor Borkum der Bau für den „Trianel Windpark Borkum II“ (TWB II) gestartet. Das teilte EWE am Freitag mit. Es handelt sich um das erste von 32 Stahlrohrfundamenten (so genannte Monopiles) aus dem Werk von Steelwind in Blexen. Steelwind trägt auch die Transition Pieces bei. Das sind Zwischenstücke, die Monopiles und Türme von Windkraftanlagen miteinander verbinden.

Projektpartner des Windparks sind EWE Offshore Service & Solutions und die Trianel GmbH. Transportiert werden die bis zu 900 Tonnen schweren Monopiles und rund 300 Tonnen schweren Transition Pieces auf Lastkähnen im Pendelverkehr von der Schwerlast-Kaianlage beim Steelwind-Werk Blexen zur Baustelle in der Nordsee.

Bis Ende 2019 soll TWB II fertiggestellt und in Betrieb genommen werden, teilte die EWE am Freitag weiter mit.

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„Nach knapp drei Jahren gemeinsamer Projektentwicklung und intensiver Planungsarbeit haben wir mit dem ersten Rammschlag auf See einen wichtigen Meilenstein erreicht“, sagte Irina Lucke, technische Geschäftsführerin von TWB II. Es geht um 32 Windenergieanlagen mit 200 MW Leistung.

Zum Vergleich: Der erste Offshore-Windpark Alpha Ventus kam 2010 auf 12 Anlagen mit insgesamt 60 MW, dann Riffgat 2014 mit 30 Anlagen auf 113,4 MW, wie EWE-Sprecher Christian Bartsch auf Anfrage erläuterte.

EWE hält 37,5 Prozent an dem Windpark-Projekt, ein Züricher Gemeinschaftsunternehmen 24,51 Prozent und Trianel (mit 17 Stadtwerken im Rücken) 37,99 Prozent. Investiert werden rund 800 Millionen Euro.

„Wir haben die Erfahrungen von EWE und Trianel gebündelt und damit den Grundstein für einen kosteneffizienten Bau und wirtschaftlich optimierten Betrieb des Offshore-Windparks gelegt“, sagt Klaus Horstick, kaufmännischer Geschäftsführer des Gemeinschaftsunternehmens. „Der bereits gelegte Netzanschluss und die vorhandene parkinterne Umspannplattform schaffen Synergien und wirkt sich positiv auf den Bauzeitplan aus.“

Für die Installation der Gründungsstrukturen von Steelwind ist das Schwerlastschiff Stanislav Yudin im Einsatz. Mit einem Hydraulikhammer und rund 4 000 Rammschlägen werden die bis zu 73 Meter langen Monopiles rund 30 Meter tief in den Meeresboden getrieben. Anschließend werden Transition Pieces mit 120 Schrauben verschraubt. Ergänzt wird die Installation der Gründungsstrukturen durch Schüttung des Kolkschutzes.

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