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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Leiharbeitern eine Perspektive bieten

04.05.2018

Nordenham Die immer wieder herumgeisternden Verkaufsgerüchte sind zwar in den Medien ein großes Thema. Aber der Betriebsrat der Premium Aerotec GmbH (PAG) in Nordenham sieht die Sache gelassen, weil es dazu nach wie vor keine konkreten Beschlüsse und Konzepte gibt. Stattdessen hat das gerade neu gewählte Gremium zurzeit ein ganz anderes Problem im Blick: Der Betriebsrat steht vor der Herausforderung, möglichst viele Leiharbeitskräfte in eine Festanstellung zu bekommen.

Hintergrund ist der neue Tarifvertrag für den Airbus-Konzern, zu dem PAG als hundertprozentige Tochtergesellschaft gehört. Nach dieser Vereinbarung darf der Anteil der Leiharbeitskräfte an der Belegschaft ab 1. Januar 2019 nicht höher als 15 Prozent sein. Am Standort Nordenham liegt die Quote derzeit mit 22 Prozent deutlich über dem Höchstwert. Der von Michael Eilers angeführte Betriebsrat will dafür kämpfen, dass die betroffenen Kollegen übernommen werden.

Zu viele Leiharbeiter

„Wir haben eindeutig zu viele Leiharbeiter an unserem Standort“, sagt Michael Eilers, „jetzt geht es um die Frage, wie wir diesen Anteil verringern können.“ Der Betriebsratsvorsitzende und seine Stellvertreterin Petra Deters haben darauf auch eine Antwort. Sie sind davon überzeugt, dass die gute Auslastung des Werkes es zulässt, den Leiharbeitern feste Jobs bei PAG anzubieten.

534 der etwa 3000 PAG-Beschäftigten in Nordenham sind Leiharbeitskräfte. Für sie hat auch ein weiterer Punkt des neuen Tarifvertrages eine große Bedeutung. Dabei handelt es sich um die Festlegung, dass die Einsatzzeit von Leiharbeitern künftig auf 36 Monate begrenzt ist. Diese Regelung tritt im April nächsten Jahres in Kraft.

Laut Michael Eilers und Petra Deters fällt zum Stichtag „über die Hälfte“ der jetzigen Leiharbeiter unter die 36-Monate-Beschränkung – also fast 300 Kollegen. Dass die sich Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen, ist verständlich.

Der Betriebsrat hat sich zum Ziel gesetzt, für die betroffenen Leiharbeiter eine Übernahme durch PAG zu erreichen. Mit dieser Forderung will die Arbeitnehmervertretung in die bevorstehenden Verhandlungen mit der Geschäftsführung gehen. „Die Auftragslage gibt das auch her“, betont Michael Eilers. Ob es zu einer Übernahme kommt, muss sechs Monate vorher geklärt sein.

Der Betriebsratsvorsitzende verweist darauf, dass vor allem die Rumpfschalenproduktion für Airbus-Flugzeuge der Modellreihen A320 und A321 brummt. „Premium Aerotec hat sich gut entwickelt“, sagt Michael Eilers. Das spiegele sich nicht zuletzt in den erheblichen Investitionen wider, die am Standort Nordenham bereits erfolgt und noch geplant sind.

Für Michael Eilers steht außer Zweifel, dass es für das Unternehmen sinnvoller ist, einen erfahrenen Leiharbeiter, der sich mit den Produktionsabläufen auskennt, fest anzustellen, als ihn nach 36 Monaten durch einen anderen Leiharbeiter zu ersetzen, der neu angelernt werden muss.

Flexibilisierung

Allerdings sei grundsätzlich darüber nachzudenken, welche neuen Programme in Zukunft zur Flexibilisierung des Personaleinsatzes bei Auslastungsschwankungen in Betracht kommen. Auch über dieses Thema will der Betriebsrat mit der Unternehmensleitung reden.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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