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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Papierflieger hebt seit 25 Jahren ab

21.10.2017

Nordenham Nicht nur Rumpfschalen aus Aluminium oder dem Faserverbundwerkstoff CFK werden am Nordenhamer Premium-Aerotec-Standort hergestellt, sondern seit 25 Jahren auch „Papierflieger“. Die Betriebszeitung der IG-Metall-Vertrauensleute hob im Oktober 1992 zum ersten Mal unter diesem Namen ab. Seitdem berichtet der „Papierflieger“ über betriebliche, gewerkschaftliche und auch politische Themen, die im Werk oder Unternehmen eine Rolle spielen. Martin Schindler, Geschäftsführer der IG Metall Wesermarsch, hat bei einer Jubiläumsfeier mit den Vertrauensleuten allen Beteiligten seinen Dank ausgesprochen. „Das inzwischen 213 Ausgaben in 25 Jahren veröffentlicht wurden, ist eine hervorragende Leistung“, sagt er.

Bei Wind und Wetter

Seit der ersten Ausgabe dabei ist der Betriebsratsvorsitzende Michael Eilers. Noch als Jugendvertreter hat er Artikel für die ersten „Papierflieger“ geliefert. Die damaligen Mitbegründer Udo Nobel und Winfried Korter sind inzwischen aus dem Arbeitsleben ausgeschieden. Aber durch den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Petra Deters und dem Leiter der IG-Metall-Vertrauensleute, Ralf Bremer, ist die regelmäßige Veröffentlichung weiter sichergestellt. Eine Besonderheit des „Papierfliegers“ ist die persönliche Übergabe an die Beschäftigten. Seit 25 Jahren und bei jedem Wind und Wetter verteilen die Vertrauensleute und Betriebsräte zwischen 5.30 und 8 Uhr den Papierflieger an den Werkseingängen. „Dadurch haben wir den direkten Kontakt zu den Kollegen und bekommen häufig auch gute Rückmeldungen“, sagt Ralf Bremer.

Ob Umstrukturierungen oder Sparprogramme, die betriebliche Auslastung, Tarifrunden, Betriebsratswahlen, oder Themen, die in einem einzelnen Bereich eine Rolle spielen – im „Papierflieger“ wollen die Arbeitnehmervertreter ihre Positionen und Vorgehensweise verdeutlichen, oder unternehmerische Entwicklungen kommentieren. „Das passt nicht immer jedem im Unternehmen, aber eine eigene Position als Betriebsrat oder IG Metall zu haben, ist wichtig“, meint Michael Eilers.

Petra Deters: „Mit jeder Ausgabe bringen wir immer 2000 Exemplare unter die Kolleginnen und Kollegen und das Ganze zwischen acht und neun Mal im Jahr.“ 2000 Exemplare bei über 3000 Beschäftigten reicht das? „Ja, das reicht. Für die Spätschichtler liegen die ,Papierflieger’ nachmittags häufig noch in den Aufenthaltsräumen“, sagt Petra Deters, „und auf der Intranetseite des Betriebsrates wird die neue Ausgabe auch veröffentlicht. Auch unsere Kollegen auf Montage bekommen den Papierflieger.“

Zum zehnjährigen Bestehen ist die Landesbibliothek in Oldenburg auf den „Papierflieger“ aufmerksam geworden. Seitdem wird dort jeder „Papierflieger“ archiviert. „Kommt mal in einem Monat keine neue Ausgabe heraus, wird von der Landesbibliothek gleich bei der IG Metall-Geschäftsstelle nachgefragt. Nicht das eine Ausgabe in ihrem Archiv fehlt“, berichtet Martin Schindler stolz.

Jubiläumsausgabe

Beim Familientag der Premium Aerotec gab es am Stand des Betriebsrates die Jubiläumsausgabe. Bei einem Papierflieger-Weitwurf-Wettbewerb konnten die Gäste neben Flügen mit einem Motorsegler des Blexer Weser-Luftsportverein und Eintrittskarten für die Spielscheune in Burhave einen Reisegutschein über 150 Euro gewinnen.

Zurzeit laufen die Arbeiten an der 214. Ausgabe des Papierfliegers. Schließlich steht die nächste Tarifrunde vor der Tür.