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B 212 nach Unfall in eine Richtung gesperrt
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Aktualisiert vor 24 Minuten.

Zwischen Rodenkirchen-Hiddingen Und Esenshamm
B 212 nach Unfall in eine Richtung gesperrt

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wie werden Pendler zu Einwohnern?

10.12.2019

Nordenham Die Zahl der Menschen, die von außerhalb nach Nordenham zur Arbeit pendeln, hat in den vergangenen Jahren weiter zugelegt. Wie kann erreicht werden, dass sie nicht nur in Nordenham arbeiten, sondern hier auch wohnen und damit die Stadtentwicklung fördern?

Seit 20 Jahren ein Thema

Diese Frage hat die Stadtratsfraktion der SPD aufgeworfen. Doch die Antworten fallen bisher recht ernüchternd aus. „Das ist schon seit vielen Jahren die Frage“, winkt Dr. Tilman Kaethner, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion ab. Noch deutlicher wird FDP-Fraktionschef Manfred Wolf: „Das diskutieren wir schon seit 20 Jahren und der Effekt ist gleich null. Es gelingt uns einfach nicht, Pendler als neue Einwohner in unsere Stadt zu holen.“

Ohnehin hat die Stadt nach Einschätzung von Manfred Wolf ganz geringen Einfluss auf die Wohnort-Entscheidungen der Berufstätigen. Auch die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer habe dafür keine „Zauberrezepte“. Wenn die Stadt, wie jetzt geplant, dann noch die Grundsteuer und die Gewerbesteuer erhöht, wird es laut Manfred Wolf „sehr sensibel.“

Im Wirtschaftsausschuss des Stadtrates hat städtischer Wirtschaftsförderer Jürgen B. Mayer darauf hingewiesen, dass sich der Ausschuss bereits vor zwei Jahren intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Zudem hat Jürgen B. Mayer neue Zahlen bezüglich Nordenham aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit vorgelegt.

Danach ist die Zahl der Arbeitnehmer, die nicht in Nordenham wohnen, hier aber arbeiten, deutlich gestiegen: von 3601 im Jahr 2014 auf 4169 im Jahr 2018.

Mehr als die Hälfte dieser sogenannten Einpendler kommt aus dem Landkreis Wesermarsch. Im Jahr 2018 waren es 734 aus Butjadingen, 760 aus Stadland, 407 aus Brake und 400 aus der übrigen Wesermarsch. Schon wegen der relativ kurzen Entfernung dürften diese Pendler wenig geneigt sein, nach Nordenham umzuziehen.

Aus Bremerhaven sind 2018 insgesamt 453 Arbeitnehmer nach Nordenham eingependelt. Aus der Stadt Oldenburg waren es 141, aus dem Landkreis Cuxhaven 412, aus dem Landkreis Ammerland 84, aus dem Landkreis Friesland 164.

Aus anderen Regionen wie Delmenhorst, Bremen oder auch Wilhelmshaven oder dem Landkreis Oldenburg waren es 614 Einpendler.

Mehr aus Bremerhaven

Der Pendlerzuwachs von 2014 bis 2018 aus Butjadingen betrug 2,95 Prozent. Aus Stadland: 0,91 Prozent. Ganz starke Zuwächse gab es aus Bremerhaven (52 Prozent), Stadt Oldenburg (16,5 Prozent), dem Landkreis Cuxhaven (26,3 Prozent), dem Landkreis Friesland (25,2 Prozent) und anderen Regionen (52,1 Prozent).

Die wirtschaftliche Entwicklung bundesweit sei von einer Dynamik gekennzeichnet, die dazu führe, dass Arbeitnehmer keineswegs davon ausgehen können, ihr gesamtes Arbeitsleben bei einem Unternehmen verbringen zu können, hieß es im Wirtschaftsausschuss des Stadtrates. Hinzu komme, dass viele Arbeitnehmer ungern ihr soziales Umfeld und ihren Wohnstatus aufgeben. Schon deshalb sei es schwer, Pendler als Neubürger Nordenhams zu gewinnen.

Jürgen B. Mayer sagte, zum Beispiel sei einem Arbeitnehmer aus dem Landkreis Cuxhaven schwer zu vermitteln, warum er nach Nordenham umziehen soll. Jürgen B. Mayer fügte hinzu: „Da gibt es nicht den schlagenden Vorteil, mit dem Nordenham punkten kann.“

Nordenham ist als Arbeitsort stärker als in den Vorjahren gefragt, die Stadt ist aber nach wie vor auch ein attraktiver Wohnort. Denn nicht nur die Zahl der Einpendler ist von 2014 bis 2018 deutlich gewachsen (von 3601 auf 4169). Auch die Zahl der Auspendler, also der Menschen, die sich für Nordenham als Wohnort entschieden haben, obwohl sie außerhalb der Stadtgrenzen arbeiten, hat deutlich zugelegt. Im Jahr 2014 sind 3010 Auspendler registriert worden, 2018 waren es 3585.

Die SPD hat übrigens nach der ernüchternden Debatte im Wirtschaftsausschuss ihren Antrag zurückgezogen, wonach ein Fachmann der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer oder einer anderen Institution einladen werden sollte mit dem Ziel, im Wirtschaftsausschuss Handlungsstrategien zu entwickeln.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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