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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Umwelt: Nordenham: Starker Gewittersturm bläst Kohlestaub in die Stadt

16.07.2010

NORDENHAM Reinigendes Gewitter? Von wegen! Nach Sturm und Starkregen am Montagnachmittag ärgern sich viele Bürger in der Innenstadt über Kohlestaub aus dem Midgard-Hafen.

Stadt ist Meldestelle

Insgesamt zwölf Bürger schluckten den Ärger aber nicht herunter, sondern reichten ihn an Rudi Müller weiter. Der leitet das Amt für Ordnung und Soziales der Stadtverwaltung und fungiert seit April als Meldestelle für Kohlestaub-Beschwerden. Zuständig ist aber weiterhin das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg, an das er die Klagen weiterleitete.

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Gemeldet hatten sich Anwohner vom Wasserturm, aus der Willehadstraße, der Kabelstraße, der Ilsestraße, der Ludwigstraße, der Friedrich-Ebert-Straße und der Peterstraße. So viele Beschwerden hat Rudi Müller noch nie aufnehmen müssen, seit er die Meldefunktion übernommen hat: „Bisher sind nur einzelne Beschwerden eingegangen.“

Die Gewerbeaufsicht in Oldenburg bestätigt den Eingang der Beschwerden aus Nordenham und kündigt an, jetzt die Ermittlungen aufzunehmen.

Auch die Polizei ist mittlerweile tätig geworden, wie die Inspektion in Cuxhaven auf Anfrage der NWZ  bestätigt. Nach Anrufen von Bürgern seien Polizeibeamte ausgerückt und hätten Kohlestaub-Proben genommen. Über den Verursacher könne jetzt noch nichts gesagt werden. Und vermutlich werde der Umweltsachbearbeiter erst an diesem Freitag entscheiden, ob er ein Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren einleiten werde.

Für Aufklärung fühlt sich aber auch der Niederlassungsleiter der Rhenus Midgard in Nordenham, Uwe Oppitz, zuständig. Er erinnert an die lange Zeit ohne Regen, von der der Nordenhamer Stadthafen wie alle anderen Infrastrukturanlagen in Deutschland betroffen gewesen sei. Auch mit all ihren Bemühungen sei es der Midgard bei der extremen Wetterlage nicht gelungen, „sämtliche Bewegungen von Stoffen in der Luft“ zu verhindern, schreibt Uwe Oppitz.

Allerdings sei die erhöhte Belastung mit dunklem Staub keineswegs allein auf den Stadthafen mit seinem Kohleumschlag zurückzuführen. In der langen Trockenperiode habe sich Schmutz und Staub auf den Straßen gesammelt, auch landwirtschaftlich genutzte Flächen und andere unversiegelte Böden waren ausgedörrt und dadurch von trockenem Staub bedeckt, betont Uwe Oppitz. Dieser Staub wurde durch den starken Wind am Montagnachmittag aufgewirbelt und manchem Bürger auf Fensterbänke, Terrassen und Gartenmöbel geweht. Ein geübtes Auge könne Kohle- von Erdstaub unterscheiden.

95 Prozent reduziert

Uwe Oppitz erinnert daran, dass die Midgard ihre Kohlehalden versiegelt, indem sie die mit Wasser verdünnte Kautschuk-Lösung Innocoat aufsprüht. Damit und mit anderen Vorkehrungen sei die Staubbelastung um 95 Prozent reduziert worden.

Das sei Stand der Technik, schreibt Uwe Oppitz: „Insofern spürt die Nachbarschaft die Anwesenheit von Deutschlands größtem Privathafen kaum.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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