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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stricken Für Neugeborene In Nordenham: Jedes Baby bekommt ein Geschenk

10.04.2019

Nordenham Margarete Hilgen arbeitet an einer Krabbeldecke. Einen 16 Meter langen Stoffstreifen hat sie vor sich, bestehend aus unterschiedlichen Mustern: „Das wird Patchwork“, erklärt die Nordenhamerin. Sie ist Mitglied der Gruppe „Nähen für den guten Zweck“. Zehn Frauen treffen sich aus diesem Anlass an jedem 2. und 4. Montag im Mehrgenerationenhaus und nähen. Es entstehen Produkte für Neugeborene und deren Mütter. Die Mitarbeiter des Familien- und Kinder-Servicebüros (Fuks) zeigten sich begeistert von den Arbeiten. Sie wollen diese in die Begrüßungspakete für Babys mit aufnehmen. Eltern können das Paket bei allen neun Fuks-Büros im Landkreis abholen. „Wir kommen auch vorbei, falls jemand nicht mobil ist“, sagt Hiltrud Meiners, Leiterin des Fuks-Büros in Nordenham.

„Anfangs wollten wir nur Knistertücher nähen“, sagt die Leiterin des Kurses, Ursula Heyer von der Caritas-Schwangerschaftsberatung. Das sind kleine Stoffe, in denen ein Stück Rettungsfolie eingenäht ist. „Babys finden das Geräusch so interessant“, weiß Teilnehmerin Margarete Hilgen.

Schnell waren die Teilnehmer jedoch bei weiteren Ideen: Von Standards wie Stramplern oder Decken reichte die Kreativität bis zum Beispiel „Kinderwagen-Muffs“ – „Das ist ein Muff den man gleichzeitig um den Griff des Kinderwagens wickeln kann“, erklärt Ursula Heyer. Für Spaziergänge in der kalten Jahreszeit. Auch ein Blütenmobile ist entstanden, ein Kindermobile aus blütenförmigen Elementen. „Das können Eltern über Kindersitze hängen“, sagt Ursula Heyer.

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Viele der Frauen hatten bereits Näherfahrung, so auch Margarete Hilgen. „Ich nähe schon seit über 30 Jahren.“ Angefangen habe „ganz klassisch“ mit Ausbesserungsarbeiten. „Du kannst erst eine Hose nähen, wenn du vorher oft Flicken gestopft hast“, spricht sie aus Erfahrung und schmunzelt. Dennoch sind Vorkenntnisse keinesfalls nötig, um bei der Gruppe mitmachen zu können. „Nur Motivation sollte man mitbringen, dann klappt das schon“, ist Birgit Dipper zuversichtlich.

Auf die Frage, warum sie das machen, antwortet eine Teilnehmerin: „Wenn man etwas selbst gezaubert hat, ist man stolz drauf. Und wenn das andere glücklich macht, ist man doppelt glücklich.“ Oft seien sie so in ihr Werk vertieft, dass sie auch zu Hause einfach weiternähen. Die Schnitte und Vorgaben finden die Teilnehmer im Internet. Stoff bringen sie meist selbst mit. „Stoffspenden nehmen wir generell auch gerne an“, sagt Ursula Heyer. Wer Stoff abzugeben hat, kann am besten zu den offenen Nähtreffen kommen. Die nächsten sind am 13. Mai, 27.Mai und 24. Juni jeweils von 15 bis 17 Uhr. Bei der Stoffwahl solle darauf geachtet werden, dass es kindertauglich und in der Waschmaschine waschbar ist. „Nichts Synthetisches, am besten Baumwolle“, fasst Ursula Heyer zusammen.

„Es soll von Herzen kommen“, sagt Hiltrud Meiners zu der Ergänzung im Begrüßungspaket. Jeweils ein selbstgenähtes Teil kommt in jede Begrüßungstüte. Vieles befindet sich bereits darin: neben dem NWZ-Lätzchen, ein Waschlappen mit Nordenham-Logo, ein Gutschein für Babyfotos, ein Babytagebuch und ein Aufkleber, mit dem Kinder im Notfall besser gefunden werden können. Auch ein Unkaputtbar-Kinderbuch ist dabei, das wasser- und reißfest sein soll. „Bei der Begrüßung lernen die Eltern schon einmal die Kontakte zu allen Institutionen kennen“, sagt Hiltrud Meiners.

Der Kurs läuft im Juni aus. Ursula Heyer und Co. beratschlagen, wie es weitergeht. Für die Teilnehmer steht klar fest: Die Näh-Gruppe soll Zukunft haben.

Freya Dalton Kanalmanagement / Redakteurin
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