• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Technologien: Forscher-Zentrum muss sich neu erfinden

26.01.2018

Nordenham Das vor sechseinhalb Jahren eröffnete Technologiezentrum Nordenham (TZN) an der Werftstraße in Einswarden muss sich weitgehend neu erfinden, um auch in Zukunft ausgelastet zu sein. Zurzeit sind zwar noch 88 Prozent der Büro- und Laborräume und der beiden Montagehallen vermietet (Gesamtfläche: 6700 Quadratmeter). Doch zwei große anwendungsorientierte Forschungsreihen zur Fertigung von Leichtbau-Flugzeugstrukturen sind abgeschlossen worden. Neue Projekte sind noch ungewiss.

Hinzu kommt, dass die Auslastung im vergangenen Jahr nur 78 Prozent betragen hätte, wenn nicht für einige Monate ausländische Firmen Kapazitäten zur Montage von Bauteilen primär für Premium Aerotec genutzt hätten.

 Breiter aufstellen

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Wir wollen uns breiter aufstellen und stärker in der Region vernetzen. Dabei sollen auch kleinere und mittelständische Unternehmen zum Zuge kommen“, sagt zu den Zukunftsperspektiven auf Anfrage der NWZ TZN-Geschäftsführer Jürgen B. Mayer.

sehr gutes Jahr

2017 war nach Angaben von Geschäftsführer Jürgen B. Mayer ein sehr gutes Jahr für das Technologiezentrum Nordenham (TZN) in Einswarden. Die Auslastung betrug 88 Prozent. Bei der Eröffnung im September 2011 waren es 84 Prozent.

2016 war die Auslastung auf 74 Prozent abgerutscht und ein Fehlbetrag von 17 000 Euro erwirtschaftet worden. Einen leichteren Verlust hatte es 2015 gegeben. In den Jahren davor und jetzt wieder im Jahr 2017 ist jeweils eine schwarze Null geschrieben worden. Das ist ein Erfolg, weil das TZN der Wirtschaftsförderung dient und keineswegs auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist.

Klar ist laut Geschäftsführer Jürgen B. Mayer, dass ein Technologiezentrum wie das in Nordenham nie mehr als 90 Prozent Auslastung erreichen kann und soll. Denn es muss stets flexibel bleiben für neue Vorhaben und für Wechsel nach erfolgreichen Forschungsabschlüssen.

Der neue niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) aus Berne hat bereits Unterstützung zugesagt. Das TZN könnte seiner Einschätzung nach künftig mittelständischen Unternehmen in der Region, die gute Ideen, jedoch keine eigenen Forschungskapazitäten haben, Möglichkeiten eröffnen. So könnten solche Unternehmen auch näher an Universitätsinstitute in der Region herangeführt werden.

 Stadt und Landkreis

Seit Eröffnung im September 2011 haben zunächst 23 Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute, Dienstleister und Zulieferer im TZN anwendungsorientiert geforscht. Heute sind es 16. Eigentümer und Betreiber des TZN sind der Landkreis Wesermarsch und die Stadt Nordenham.

Hauptmieter war und ist das benachbarte Werk des Flugzeug-Strukturen-Zulieferunternehmens Premium Aerotec, das hier auch seine Abteilung für neue Technologien untergebracht hat. Mit Premium Aerotec arbeiten im TZN kontinuierlich die Firmen FFT (Fulda) und Broetje-Automation (Hauptsitz Rastede) zusammen.

Ebenfalls etabliert hat sich die GMA-Unternehmensgruppe mit einem Werkstoffprüfzentrum und Laboratorien. Auch Zeit & Service, die Beschäftigungsförderungsgesellschaft des Landkreises, hat im TZN einen ihrer Standorte.

 Bisher ging es in den ganz praxisnahen Forschungsprojekten vorrangig darum: Wie lassen sich Flugzeugschalen kostengünstiger mit hoher Qualität fertigen?

 CFK abgeschlossen

Im Jahr 2016 sind die größeren Projekte für neue Leichtbauteile aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) abgeschlossen worden – mit großem Erfolg, aber eben auch mit der Folge, dass Kapazitäten im TZN nicht mehr benötigt wurden.

 Glare beendet

Gleichzeitig setzte ein neuer Schub für eine stärker automatisierte Fabrik von Premium Aerotec ein. Dabei ging es um den Werkstoff Glare, also um Leichtbau-Flugzeug-Rumpfteile aus glasfaserverstärktem Aluminium. Präziser ist von Faser-Metall-Laminaten (FML) die Rede. Doch diese neuen Projekte hat Premium Aerotec im September vergangenen Jahres beendet.

Laut Geschäftsführer Jürgen B. Mayer will Premium Aerotec im Frühjahr dieses Jahres entscheiden, welche neuen Forschungsvorhaben für Leichtbaustoffe und/oder Automatisierung im TZN angeschoben werden sollen.

 Neue Themen

Unabhängig davon sind neue Technologie-Themen erwünscht und zur künftigen vollen Auslastung auch erforderlich. Wie der Geschäftsführer erläutert, sollen diese Projekte über den Bereich Luftfahrt hinausgreifen, sich auch auf Fertigung von Kraftfahrzeugen, Windenergie-Anlagen oder Schiffen ausrichten.

Dazu führt der Geschäftsführer seit mehr als einem Jahr intensive Gespräche und knüpft Kontakte. Als ehrenamtlicher Berater hat sich Herbert Fuhrken zur Verfügung gestellt. Er war vor seinem Eintritt in den beruflichen Ruhestand Anfang 2016 seit 2006 Leiter der metallischen Montage im Einswarder Werk von Premium Aerotec und Vize-Werkleiter.

Kontakte sind unter anderem aufgenommen worden mit der Jade Hochschule, dem Offis-Institut in Oldenburg, dem Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA), der Hochschule Osnabrück und vielen Unternehmen.

  Im Sommer dieses Jahres soll beim Land ein Förderantrag für neue Projekte im TZN gestellt werden.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2206
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.