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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Kostenlose Kastration lindert Tierleid

14.06.2018

Nordenham Am 20. Februar hat der Tierschutzverein Wesermarsch seine bisher größte Aktion zur Kastration streunender Katzen gestartet. Sie ist nach den Worten der Vorsitzenden Martha Heppel „absolut erfolgreich“ verlaufen. Damit sei Tierleid gelindert worden.

Großzügige Erbschaft

Die Aktion ist noch nicht ganz beendet, denn es stehen noch 2000 Euro für weitere Kastrationen zur Verfügung. Bisher sind 128 Katzen kastriert worden. Die Tierarztkosten beliefen sich auf insgesamt 13 000 Euro.

Dank einer großzügigen Erbschaft und mit Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes und des Landes hatte der Tierschutzverein Wesermarsch 15 000 Euro zur Verfügung.

TierschutzVerein wählt neue Spitze

Satzungsänderungen und Vorstandswahlen stehen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins Wesermarsch. Sie findet an diesem Freitag, 15. Juni, im Landhotel Butjadinger Tor in Abbehausen statt. Beginn: 19 Uhr.

Martha Heppel ist bereit, erneut für das Amt der 1. Vorsitzenden zu kandidieren. Kommissarische 2. Vorsitzende Andrea Juhre ist bereit, zur Vizevorsitzenden gewählt zu werden. Neu besetzt werden sollen die Posten des Schriftführers und des Kassierers.

Aus der Erbschaft eines Tierfreundes hatte der Verein 11 000 Euro bekommen. Hinzu kamen 3000 Euro aus dem Feuerwehrfonds des Deutschen Tierschutzbundes und 1000 Euro Zuschuss vom Land Niedersachsen.

„Viele Finder freilaufender Katzen und viele Landwirte haben uns geholfen. Auf einem Bauernhof sind 20 Tiere, auf einem anderen 13 aufgefunden worden“, berichtet Martha Heppel. Sie fügt hinzu: „Unsere freiwilligen Helfer haben seit Februar rund 5500 Kilometer zurückgelegt – vor allem in der südlichen Wesermarsch von Brake bis Elsfleth und in den Bereichen Ovelgönne und Jade.“

Die Fangaktionen seien sehr aufwendig. Dafür seien vier Tierschutzberater des Vereins und zwei Helfer im Einsatz gewesen.

Wie viele streunende Katzen es noch in der Wesermarsch gibt, ist unbekannt. „Die Zahl ist nicht greifbar, aber ich schätze, dass es mehr als 100 sind“, sagt Vereinsvorsitzende Martha Heppel. „Wir bekommen täglich neue Meldungen. Einige Hauskatzen werden mit dem Auto von Bremerhaven durch den Wesertunnel gefahren und an der nächsten Weide ausgesetzt“, fügt sie hinzu.

Vor der jetzt fast abgeschlossenen, bisher größten eigenen Aktion hat der Tierschutzverein Wesermarsch dank Beteiligung an einer Sonderaktion des Landes Mitte Januar bereits 53 Katzen und Kater im Landkreis kas-trieren lassen können.

Hinzu kamen seit Jahresbeginn die regulären alljährlichen Kastrationsaktionen des Vereins, so dass in diesem Jahr bisher insgesamt 223 Tiere kastriert werden konnten. Im Vorjahr waren es 169, im Jahr 2016 waren es 240.

Der Tierschutzverein hat in diesem Jahr bisher zudem 41 Katzen aufgenommen und für 34 von ihnen ein neues Zuhause vermittelt. Der Verein verfügt über ein Katzenhaus mit professioneller Quarantänestation in Eckwarden sowie vier Pflegestellen in Häusern von Mitgliedern.

Gemeinden gefordert

Der Tierschutzverein Wesermarsch hofft, dass Butjadingen und Elsfleth, die als einzige Kommunen im Landkreis noch keine Pflicht zur Kastration und Kennzeichnung von Katzen erlassen haben, bald dem Beispiel der anderen Städte und Gemeinden folgen werden. Martha Heppel freut sich, dass das Thema auf der Tagesordnung der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Butjadinger Gemeinderates am 12. September steht.

Horst Lohe
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2206

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