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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Turm Wird Abgerissen: Wohin mit dem neuen Rathaus in Nordenham?

24.01.2020

Nordenham Der Abriss des Nordenhamer Rathausturms ist beschlossene Sache. Wohin die Verwaltungsmitarbeiter ziehen, die hier ihre Büros haben, ist nach wie vor offen. Möglicherweise zieht sogar die Stadtverwaltung komplett um – und zwar in die nördliche Fußgängerzone. Bei der Sitzung des städtischen Bauausschusses am Mittwochabend wurde der Beschluss darüber vertagt. Aber immerhin gibt es jetzt einen Termin, wann die endgültige Entscheidung fallen soll: bei einer Sondersitzung des Bauausschusses am 6. Februar.

Zur Ausgangslage: Die Stadt braucht dringend Ersatz für den baufälligen Rathausturm, in dem rund 40 Mitarbeiter ihre Büros haben. Im Auftrag der Stadt hat der Bremer Immobilienexperte Prof. Dr. Torben Bernhold eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für verschiedene Varianten vorgenommen. Herausgekommen ist, dass die Stadt neu bauen sollte und das Parkplatzgelände hinter dem Rathaus der beste Standort dafür ist.

Variante geprüft

Aber wie wäre es, wenn die Gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft einen Neubau in der nördlichen Fußgängerzone errichtet und die Stadt sich dort einmietet? Die Idee, dass die knapp 100 Mitarbeiter komplett umziehen, hatte der FDP-Fraktionsvorsitzende Manfred Wolf im November ins Spiel gebracht. Torben Bernhold hat inzwischen auch diese Variante geprüft und sein Ergebnis am Mittwoch im Bauausschuss präsentiert.

Das Fazit des Experten: Ein Neubau auf dem jetzigen Rathausgelände ist zumindest aus wirtschaftlicher Sicht weiterhin die günstigste Variante. Langfristig – und zwar auf 25 Jahre gerechnet – kostet diese Lösung am wenigsten Geld.

Jenseits der nackten Zahlen hat aber auch die andere Variante ihren Charme. Ein kompletter Umzug in ein Mietobjekt der GNSG ist zwar teurer, hat aber das Potenzial, die Fußgängerzone zu beleben. Außerdem bietet ein Neubau die Chance, die Räume den aktuellen und künftigen Bedürfnissen der Verwaltung anzupassen und damit mehr Effizienz und Funktionalität zu erreichen.

Natürlich lassen sich ein Teilumzug und ein kompletter Umzug der Stadtverwaltung nur bedingt miteinander vergleichen. Die Rechnung enthält zudem einige Unbekannte: Was passiert zum Beispiel mit der Immobilie an der Walther-Rathenau-Straße, wenn die Verwaltung komplett in die Fußgängerzone zieht? In seiner Rechnung hat der Experte ihren Wert auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Aber lässt sich das Grundstück mit dem alten Rathaus überhaupt verkaufen?

Auch die KVHS sucht

Dass die Kreisvolkshochschule einen neuen Standort in Nordenham sucht, ist kein Geheimnis. Nach den Worten von Bürgermeister Carsten Seyfarth haben sich Vertreter der Kreisvolkshochschule das Gebäude angeschaut. Wie Manfred Wolf berichtete, ist dabei herausgekommen, dass das alte Rathausgebäude eher ungeeignet ist, um dort Schulungsräume einzurichten. Manfred Wolf ist deshalb so gut informiert, weil er Mitglied jenes Arbeitskreises ist, der sich um die Suche nach einem neuen Domizil für die KVHS kümmert. Bei der jüngsten Sitzung des Gremiums sei das Thema Rathaus beiseite geschoben worden, sagte er.

Der FDP-Chef warb dennoch dafür, einen kompletten Umzug der Verwaltung in die Fußgängerzone nicht auszuschließen. Ein solcher Umzug ist aus seiner Sicht eine einmalige Chance, den nördlichen Teil der Fußgängerzone mit seinen vielen Leerständen wiederzubeleben. Manfred Wolf regte zudem an, vor dem Beschluss bei der Kommunalaufsicht vorzufühlen. Bei der angespannten Haushaltslage der Stadt dürfte deren Einschätzung nicht ganz unbedeutend sein.

Bürgermeister Carsten Seyfarth machte deutlich, dass die Entscheidung nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden dürfe: „Wir sind jetzt am entscheidenden Punkt angekommen.“

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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