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Umwelt: Weser-Metall sieht im Extremwetter die Ursache

13.04.2021

Nordenham Die Geschäftsführung der Weser-Metall GmbH hat auf Nachfrage dieser Redaktion die Überschreitung der zulässigen Blei- und Cadmiumwerte im Bereich des Hüttenbetriebs bestätigt. Unternehmenssprecher Thomas Hüser führt als Begründung unter anderem die Extremwetterlage im Februar an. Bei starkem Frost und heftigem Ostwind sei es zu einer erhöhten Belastungen der umliegenden Weiden gekommen.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Überschreitungen hat Weser-Metall laut Thomas Hüser „sofort alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um mögliche Auswirkungen zu minimieren“.

Engmaschige Kontrollen

Die Ursachen seien rasch ermittelt und die erhöhten Werte umgehend an die zuständigen Behörden gemeldet worden. Auch mit den betroffenen Landwirten und sämtlichen weiteren bekannten Beteiligten habe Weser-Metall von Anfang an in einem offenen Dialog gestanden.

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Thomas Hüser verweist darauf, dass die Nutzungsmöglichkeiten des Grünlandes im Raum Nordenham-Blexen rund um das Weser-Metall-Werk engmaschig von der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (Lufa) kontrolliert werden. Auf dieser Grundlage veröffentliche die Landwirtschaftskammer Niedersachsen ihre Empfehlungen zur Grünlandnutzung.

Am 24. März habe eine Beprobung durch die Lufa noch eine großräumige Nichtnutzungsempfehlung ergeben. Doch bereits die zweite Untersuchung vom 29. März zeigte laut Thomas Hüser einen deutlichen Rückgang der Schwermetallbelastung auf. „Der größte Teil der Weiden ist inzwischen frei nutzbar“, sagt er. Lediglich im Nahbereich der Bleihütte würden die Blei- und Cadmium-Futtermittelgrenzwerte im Aufwuchs an einigen Stellen noch überschritten.

Die nächste Empfehlung der Landwirtschaftskammer werde am 15. April veröffentlicht und „erfahrungsgemäß eine weitere Verbesserung dokumentieren“.

Umweltschutz-Projekte

Thomas Hüser geht davon aus, dass der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore im Falle einer Übernahme der Weser-Metall GmbH in den Umweltschutz investieren wird. Stand jetzt ist die Weser-Metall GmbH nach wie vor Betreiberin der Bleihütte. Das Unternehmen befindet sich seit Mai 2020 im Insolvenzverfahren. Die Verkaufsverhandlungen mit Glencore laufen seit dem vergangenen Sommer.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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