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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Umwelt: Angelreviere leiden unter Hitze und Algen

09.10.2018

Nordenham In diesen Herbsttagen verblasst allmählich die Erinnerung an die Hitzewelle im Sommer. Doch im Butjadinger Fischereiverein ist die außergewöhnliche Wärmeperiode weiterhin ein großes Thema, weil sie erhebliche Folgen für die Gewässer hatte. Der Verein musste verschiedene Maßnahmen ergreifen und sah sich unter anderem gezwungen, ein Angelverbot auszusprechen. Die Vorsitzenden Wilfried Wicke und André Trumpf sowie der Gewässerwart Jan Lübben haben jetzt eine Bilanz für den Jahrhundertsommer aus Anglersicht vorgelegt.

Die Hitzewelle und der damit verbundene Sauerstoffmangel hatten als erstes kleinere Gewässer getroffen. In den Gateteichen in Nordenham kamen viele Kleinlebewesen, Fische und Pflanzen um. Als Gegenmaßnahmen setzten die Stadt Nordenham und der Butjadinger Fischereiverein Pumpen ein, um die Sauerstoffzufuhr zu verbessern. Doch letztlich war zusätzlich die Hilfe der Feuerwehr erforderlich. Sie installierte ein Pumpensystem, mit dem der Wasserstand in den Gateteichen erhöht wurde.

Probleme mit dem Wasserstand hatte der Fischereiverein bereits im Frühjahr in den Tossenser Pütten. Schuld daran waren Randalierer, die ein Überlaufrohr zerstört hatten. In der Folge sank der Pegel um etwa 40 Zentimeter. Das führte dazu, dass der Fischlaich verendete. „Eine ganze Generation von Fischen fehlt“, ärgert sich Vereinsvorsitzender Wilfried Wilcke über den Vorfall.

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Der Wasserstand in den Pütten ist bis heute noch nicht wieder ausgeglichen. Durch den Besatz mit Muscheln und Bitterlingen konnte der Verein aber erreichen, dass sich das Gewässer in einem natürlichen Gleichgewicht gehalten hat. Somit kam es während der Hitzewelle im Sommer in den Tossenser Pütten zu keinen nennenswerten Schäden.

Bedrohlicher hingegen war die Situation in den Vereinsgewässern in Blexersande und Kleinensiel. Dort trat bei einer Wassertemperatur von über 28 Grad eine Algenblüte auf. Der Befall mit Blaualgen machte es erforderlich, ein Angelverbot zu verhängen. Noch bis weit in den September waren Reste des Algenteppichs zu erkennen.

Nach Angaben des Gewässerwarts Jan Lübben geht der Abbau des Algenbefalls mit einem verstärkten Sauerstoffentzug einher. Hinzu komme eine Belastung der Gewässer mit Nitrit und Aminosäuren im Grenzwertbereich. Deshalb sei es notwendig, die Wasserqualität in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren.

Das Angelverbot ist zwar inzwischen aufgehoben, aber der Verein bittet die Angler, aufmerksam zu sein und Unregelmäßigkeiten des Gewässerzustandes umgehend zu melden. In dem Zusammenhang verweist der Vorstand darauf, dass an allen Teichen und Seen das Füttern von Enten zu unterbleiben hat.

Der Fischereiverein hatte bei den Einsätzen in Folge der Hitzewelle den Ausfall einer Pumpe zu beklagen, deren Reparatur noch aussteht. Zudem musste kurzfristig eine zusätzliche Pumpe angeschafft werden.

Der Vorstand des 750 Mitglieder zählenden Vereins bedankt sich bei der Stadt Nordenham und der Feuerwehr für die Unterstützung im Ausnahmesommer 2018. Ein dickes Lob sprechen die Vorsitzenden Wilfried Wicke und André Trumpf auch den Gewässerwarten aus.

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