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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Darauf haben die Anlieger lange gewartet

19.09.2019

Nordenham Einige genervte Anwohner hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben. Es deutete vieles darauf hin, dass die Herrichtung ihrer Straßen im Wohnpark Tongern zu einer endlosen Geschichte werden könnte. Daher trauten sie kaum ihren Augen, als am Mittwochmorgen eine Straßenbaufirma anrückte und eine Fräsmaschine die Arbeit aufnahm. Nach einem jahrelangen Hin und Her, einer Menge Ärger und diversen Vertröstungen findet der Endausbau der Straßen in dem 2011 erschlossenen Baugebiet jetzt tatsächlich statt.

Als Bauträgerin ist die Gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft (GNSG) für den Wohnpark Tongern zuständig. Gegenüber der NWZ versicherte GNSG-Geschäftsführer Frank Wahlen, dass die Fahrbahnen bis zum Ende der nächsten Woche fertiggestellt sein werden. Nur extrem schlechtes Wetter könnte diesen Zeitplan noch durchkreuzen.

Im ersten Arbeitsgang tragen die Straßenbauer in diesen Tagen abschnittsweise die maroden Baustraßen ab. Eigentlich hätte der endgültige Fahrbahnbelag auf den bereits vorhandenen Asphaltschichten errichtet werden sollen. Aber bei einer Begehung im Juli stellte sich heraus, dass die Baustraßen mit ihren vielen Schäden und Unebenheiten nicht als Untergrund geeignet sind. Folglich muss die GNSG nun in einigen Bereichen der Siedlung eine neue Tragschicht für die abschließende Straßendecke erstellen lassen. Sobald das erledigt ist, können die eigentlichen Asphaltierarbeiten beginnen.

Die Pannenserie beim Endausbau des Wohngebiets, das sich über Käthe-Kollwitz-Straße, Bertha-von-Suttner-Weg, Dorothea-Erxleben-Weg und Lise-Meitner-Straße erstreckt, hatte mit dem Konkurs einer Oldenburger Tiefbaufirma begonnen. Weil die mit dem Kanal- und Straßenbau beauftragte Firma nicht mehr zur Verfügung stand, geriet das gesamte Projekt ins Stocken.

Pleite und Pannen

Zu allem Übel stellte sich auch noch heraus, dass die Kanalleitungen und -anschlüsse teilweise nicht ordnungsgemäß installiert worden waren. Die erforderlichen Nachbesserungen durch eine andere Firma zogen das Vorhaben weiter in die Länge.

Da der für die Mängel verantwortliche Konkurs-Betrieb nicht mehr in Regress genommen werden kann, bleibt die Siedlungsgesellschaft auf den Kosten sitzen. „Das ist ärgerlich, aber nicht zu ändern“, sagt GNSG-Chef Frank Wahlen.

Im Sommer 2017 war den Anliegern der Geduldsfaden gerissen. Die immer wieder neuen Verzögerungen beim Ausbau der Straßen hatten sie derart verärgert, dass sie mit ihrer Kritik an die Öffentlichkeit gingen. Dass nach dieser Protestaktion weitere zwei Jahre verstrichen sind, bis jetzt wirklich die Asphaltierung beginnt, ist bezeichnend für das problembehaftete Projekt.

52 Grundstücke

Die ersten Eigenheime im Wohnpark Tongern wurden bereits 2012 bezogen. Inzwischen sind alle 52 Grundstücke bebaut. Auf einer Weide, die im Südwesten an die Siedlung grenzt, will die GNSG weiteres Bauland erschließen. Auf einer 4 Hektar großen Fläche sollen 40 Parzellen für Einfamilienhäuser entstehen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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