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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Katzen kostenlos kastrieren – Verein zahlt

14.03.2018

Nordenham /Wesermarsch Dank einer großzügigen Erbschaft und mit Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes hat der Tierschutzverein Wesermarsch jetzt seine bisher größte Aktion zur Kas-tration streunender Katzen starten können. Dafür stehen 15 000 Euro zur Verfügung. „Wir wollen versuchen, so viele Katzen wie möglich kastrieren zu lassen, bevor die Rolligkeit (Paarungsbereitschaft) bei Katzen anfängt“, sagt Martha Heppel, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Wesermarsch.

Auch auf Höfen

Martha Heppel appelliert: „Jeder, der weiß, wo sich im Landkreis Wesermarsch freilaufende Katzen aufhalten, soll sich bei uns melden – bitte auch Landwirte, auf deren Höfen sich freilaufende Katzen aufhalten und bitte auch Katzenbesitzer, deren Tiere noch nicht kastriert sind.“

Die Kastration eines Katers kostet durchschnittlich 50 Euro, die einer Katze etwa 90 Euro. Diese Kosten übernimmt der Tierschutzverein Wesermarsch. Dank der Erbschaft kann der Verein dafür jetzt insgesamt 10 000 Euro aufbringen. Der Deutsche Tierschutzbund gibt 5000 Euro als Zuschuss dazu.

Angesichts von etwa 200 000 herrenlosen Katzen in Niedersachsen waren Mitte Januar mit Unterstützung des Landes 200 000 Euro für das kostenlose Kastrieren und Registrieren von etwa 2600 freilebenden Katzen bei Tierärzten zur Verfügung gestellt worden. Bereits nach wenig mehr als zwei Wochen war das Geld aufgebraucht. „Wir haben durch diese Aktion im Landkreis Wesermarsch 53 Katzen und Kater kastrieren lassen können“, sagt Martha Heppel. „Doch das war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mit unserer jetzt gestarteten Aktion möchten wir daran anknüpfen“, fügt die Vorsitzende des Tierschutzvereins hinzu.

Der Tierschutzverein kann nicht einschätzen, wie viele streunende Katzen es zurzeit in der Wesermarsch gibt. „Die Zahl ist nicht greifbar. Das können 50 oder auch 100 sein. Aus Berne habe ich eine Meldung von 10 Katzen, aus Ovelgönne ebenfalls von 10 und aus Tossens von 4“, sagt Vorsitzende Martha Heppel.

In den vergangenen Jahren habe der Verein immer wieder mit Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes und auch der Gemeinden Fang- und Kastrationsaktionen in der Wesermarsch auf die Beine gestellt. In der Folge sei die Zahl streunender Katzen 2017 zurückgegangen. Aber jetzt sei es ganz wichtig, weitere Finder und Katzenhalter zu erreichen, damit die unkontrollierte Vermehrung unterbunden und viel Elend bei den Tieren vermieden werden kann. Martha Heppel: „Gerade auf dem Land gibt es viele Katzen, für die sich niemand verantwortlich fühlt. Hinzu kommen ausgesetzte Hauskatzen. Einige werden mit dem Auto von Bremerhaven durch den Wesertunnel gefahren und an der nächsten Weide ausgesetzt.“

Gemeinden gefordert

Der Tierschutzverein Wesermarsch bedauert, dass es noch zwei Kommunen im Landkreis gibt, die bisher keine Pflicht zur Kastration und Kennzeichnung von Katzen erlassen haben: Butjadingen und Elsfleth.

Manche Gemeinden schreiben Katzenhalter an, ermahnen zur Kastration, verhängen sogar Bußgeldbescheide. Vorbildlich sei, so Martha Heppel, auch die Stadt Nordenham.

Wer Katzen oder Kater kostenlos kastrieren lassen möchte, soll sich bei der 1. Vorsitzenden des Tierschutzvereins Wesermarsch, Martha Heppel (Telefon   04736/10006) melden oder bei der 2. Vorsitzenden Andrea Juhre unter Telefon   04480/9489888.


     www.tierschutzverein-wesermarsch.de 
Horst Lohe
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2206

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