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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Weiteres Projekt gegen Katzenleid

02.11.2019

Nordenham /Wesermarsch Der Tierschutzverein Wesermarsch freut sich, einen weiteren Beitrag leisten zu können, die unkontrollierte Vermehrung von Katzen und das daraus folgende große Leid einzudämmen. Denn der Verein kann Gelder aus einem neuen, vom Land gefördertem Projekt bekommen. Das haben Vorsitzende Martha Heppel und Pressesprecherin Petra Optatzi mitgeteilt.

Der Verein fängt jetzt an, Fallen aufzustellen. Die Tiere müssen nicht nur kastriert, sondern auch gekennzeichnet und registriert werden.

Im Vorjahr hat der Tierschutzverein Wesermarsch bereits von damals zwei Förderprojekten im Frühjahr und im Herbst profitieren und dadurch 83 Katzen im Landkreis kastrieren können. Wie hoch die Zahl der Katzen diesmal sein wird, kann nicht vorhergesagt werden. Auf jeden Fall ist laut Martha Heppel damit zu rechnen, dass die landesweit zur Verfügung stehenden Gelder bereits nach drei Wochen komplett vergeben sein werden.

Laut Mitteilung der Landesbeauftragten für Tierschutz, Michaela Dämmrich, läuft das Projekt zur kostenlosen Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von verwilderten Katzen vom 4. November bis 20. Dezember.

Das Land stellt Fördergeld in Höhe von 150 000 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Zuschüsse beteiligter Tierschutzorganisationen, so dass insgesamt etwa 278 000 Euro Fördergelder bereit stehen.

Teilnehmen dürfen an dem Projekt Tierschutzorganisationen, Tierheime und Ehrenamtliche, die Futterstellen obdachloser Katzen betreuen.

Die Kastration muss nach vorheriger Anmeldung von einer Tierärztin oder einem Tierarzt ausgeführt werden. Pro Tier spendet die Ärztin oder der Arzt 25 Euro der Behandlungskosten von 140 Euro je Katze und 85 Euro je Kater.

Bis zu 2300 Katzen können kastriert, gekennzeichnet und registriert werden.

Laut Landesbeauftragter Michaela Dämmrich ist die Kastration das einzig wirksame Mittel, um die Population freilebender Katzen zu regulieren und somit nachhaltig das stetig wachsende Elend der Tiere zu verringern.

Wildlebende Katzen seien oft durch fehlende regelmäßige und ausgewogene Fütterung und Pflege in einem schlechten Gesundheits- und Ernährungszustand. Sie leiden vielfach unter Parasiten sowie Verletzungen. Infektionskrankheiten können sich wegen schlechter gesundheitlicher Verfassung und fehlender Impfungen besonders gut ausbreiten.

Die Landesbeauftragte für Tierschutz weist zudem darauf hin, dass somit auch Freigängerkatzen aus Katzenhaushalten gefährdet seien. Daher bittet sie alle Katzenhalter, insbesondere ihren Kater bei Freigang kastrieren zu lassen. Denn ein Kater könne mehrere freilebende Katzen decken und somit erheblich zur Vermehrung der wildlebenden Populationen beitragen, ohne dass Katzenhalter davon etwas mitbekommen.

Das fordert seit Jahren auch der Tierschutzverein Wesermarsch. Hinzu kommen müsse die Kennzeichnung und Registrierung. „Die unkontrollierte Vermehrung der Katzen muss weiter eingeschränkt werden, um traurige Schicksale zu vermeiden“, unterstreicht Pressesprecherin Petra Optatzi.

Der Tierschutzverein Wesermarsch will mit finanzieller Unterstützung des Landesprojektes vor allem im südlichen Bereich der Wesermarsch – von Brake bis Lemwerder – in Aktion treten und wildlebende Katzen fangen.

Im Raum Elsfleth gibt es laut Vorsitzender Martha Heppel Probleme mit leer stehenden Bauernhöfen. Dort sind häufig Streunerkatzen anzutreffen.

Zurzeit leben in Deutschland nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes rund zwei Millionen Streunerkatzen. Davon geschätzt 200 000 dürften sich in Niedersachsen aufhalten.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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