• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Klares Bekenntnis zum Standorthandel

07.08.2019

Nordenham Der Erfolg des Online-Handels lässt die Innenstädte veröden, inhaber-geführte Geschäfte werden zu Einzelfällen – gegen diese Entwicklung wehrt sich der Unternehmer Jörg Fasting mit aller Macht. Erst kürzlich ist der Großteil des Umbaus an seinem Schuhgeschäft in Nordenham fertiggestellt worden. Mehr als eine halbe Million Euro hat er in den Standort an der Bahnhofstraße investiert.

Vier Wohnungen

Eine neue Verkaufsfläche ist entstanden, die Fassade wurde modernisiert. Demnächst sollen auch die vier Wohnungen über dem Geschäft fertig werden. Für den Unternehmer soll dies ein klares Bekenntnis zum Standort Nordenham werden. Auch in der Braker Filiale stehen bald einige Modernisierungsmaßnahmen an. Jörg Fasting will allen, die einen Abgesang auf den stationären Handel anstimmen, das Gegenteil beweisen.

„Die Kunden ziehen aus einem Kauf im stationären Handel einfach einen größeren Nutzen“, sagt er. Als Beispiel nennt er Kunden, die sich beim Einkauf im Netz nicht sicher seien, welche Schuhgröße die richtige sei. Da werde beispielsweise dann das gleiche Modell in drei verschiedenen Größen bestellt. Für den Kunden sei dies ein unnötiger Mehraufwand. Der Online-Händler habe mit der hohen Retourquote zu kämpfen. Experten schätzen die Retourenquote auf etwa fünfzig Prozent. Jörg Fasting glaubt jedoch, dass sie noch weitaus höher liegt.

„Ich hoffe, dass der Run auf den Online-Handel langsam weniger wird und die Kunden merken, was sie hier vor Ort haben“, sagt Jörg Fasting. Unter anderem plädiert er dafür, dass Kunden, wenn sie im Netz auf Shopping-Tour gehen, sich an Shops orientieren, hinter denen stationäre Einzelhändler stehen. Ein Beispiel dafür sei die Plattform, Schuhe.de. Dort können Kunden die Lager von unzähligen Schuhhändlern deutschlandweit einsehen.

„Wenn der Kunde zu uns in den Laden kommt und ein bestimmtes Modell will, können wir dies etwa von einem Händler aus Süddeutschland bestellen“, sagt Jörg Fasting. Die Webseite hält zudem noch Profimodetipps bereit. Ein Dorn im Auge sind ihm Online-Handelsriesen, die in Deutschland oftmals keine Steuern zahlen und die Daten des Einkaufsverhaltens der Kunden weiterverkaufe, ärgert sich Jörg Fasting.

Blick in die Zukunft

Trotzdem gibt sich Jörg Fasting positiv. „Die Kunden sollen da einkaufen, wo sie wollen“, sagt er. Ihm gehe es um die Vielfältigkeit, die den Kunden erhalten bleiben soll. Was den Kunden sonst drohe, sei schon in den USA zu sehen. Überspitzt gesagt gleiche eine Shopping-Mall der nächsten. Jeweils das nahezu identische Angebot.

Es wäre nur schön, wenn Kunden vor einem Kauf beide Seiten – Online- und Einzelhandel – abwägten und dann entschieden, wo sie einkauften, meint er. „Es geht mir nicht darum, dass die Leute denken, kauft bei mir ein, damit es mir gut geht“, sagt er. Vielmehr sei es ihm ein Anliegen, dass die Kunden auch noch an die nachwachsenden Generationen denken. Eintönigkeit bei den Einkaufsmöglichkeiten dürfe nicht die Zukunft sein.

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.