• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wochenmarkt In Nordenham: Die bunte Lust auf den Frühling

20.03.2019

Nordenham Einen Tag vor dem kalendarischen Frühlingsanfang verwandeln die Blumenhändler den Marktplatz in ein Farbenmeer. Es ist kein gewöhnlicher Dienstag auf dem Marktplatz. Es ist der Tag, an dem die Sonnenstrahlen schonmal üben, wie Frühling geht. Und es ist der Tag, an dem die Blumenhändler das Kommando auf dem Marktplatz übernehmen – zumindest optisch. Wer sich an das triste Wintergrau der vergangenen Wochen gewöhnt hatte, bekommt jetzt eine Überdosis Farbe. Fünf Blumenhändler haben auf dem Wochenmarkt ihre Stände aufgebaut. So viele waren es in diesem Jahr noch nie.

Wenn Tag und Nacht gleich lang sind

Frühlingsanfang ist immer dann, wenn die Sonne den Erdäquator von Süden nach Norden überquert – so erklärt Hans-Heinrich Berends, der Vorsitzende der Nordenhamer Sternfreunde, den Beginn der Jahreszeit. Der Zeitpunkt, an dem die Sonne exakt senkrecht über dem Äquator steht, ist nach Mitteleuropäischer Zeit an diesem Mittwoch genau um 22.58 Uhr. Etwas einfacher ausgedrückt: Wenn Tag und Nacht gleich lang sind, dann beginnt der Frühling – zumindest auf der Nordhalbkugel. Auf der Südhalbkugel beginnt dann der Herbst. Die Meteorologen nehmen auf solche planetaren Konstellation und die damit verbundenen zeitlichen Verschiebungen keine Rücksicht. Für sie startet der Frühling regelmäßig am 1. März, was nach den Worten von Hans-Heinrich Berends einfach praktischer ist. Für den Sternfreunde-Chef ist Frühling in erster Linie ein ganz irdisches Phänomen und vor allem die „schönste Zeit des Jahres, weil die Temperaturen steigen und die Natur so langsam erwacht.“

Tulpen, Stiefmütterchen, Primeln und Osterglocken – es sind die Klassiker unter den Frühlingsblumen, die jetzt besonders nachgefragt werden. Ruth Kleetz, die am Verkaufsstand von Blumen Peters arbeitet, freut sich, dass es jetzt endlich losgeht. „Die Leute sind in den Startlöchern. Sie wollen es schön haben zu Hause“, sagt sie. Und auch das Wetter spielt den Blumenhändlern in die Karten. „Natürlich ist die Sonne gut fürs Geschäft“, sagt Ruth Kleetz. Auch wenn die Temperaturen am Dienstag noch nicht in den zweistelligen Bereich klettern, so ist die Lust auf Frühling riesengroß – bei den Händlern, aber auch bei den Kunden.

Farbe ins Leben

Barabara Fecht hat sich erst einmal mit Primeln eingedeckt. Ein Teil davon kommt auf den Stubentisch, ein anderer vor die Haustür. „Wieder Farbe ins Leben bringen“ – danach hat sich die 69-Jährige gesehnt. Und die Primeln sind erst der Anfang. „Für mich gehören Blumen einfach dazu, wenn der Frühling kommt.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Und darüber freut sich auch Karl Kuck aus Wiefelstede, der seit über 40 Jahren auf dem Nordenhamer Wochenmarkt Blumen verkauft. Ein krisensicheres Geschäft. „Blumen sind immer gefragt. Sie sind gut für die Seele“, sagt er. Der Mann aus dem Ammerland weiß, wovon er spricht. Er weiß, dass es den „Blumenfreunden in den Fingern kribbelt.“ Vor allem Hornveilchen, Osterglocken, Primeln und Tulpen wollen die Kunden. „Und wenn das Wetter besser wird, kommen die Ziersträucher dazu, Forsythien und Magnolien zum Beispiel.“

Mit Blumen kann Kartoffel-Experte Heinrich Schröder zwar nicht dienen, aber auch in seinem Sortiment hat der Frühling Einzug gehalten. Denn neben den Erdäpfeln hat er jetzt Salatpflanzen, Kohlrabi und Petersilie im Angebot.

Sonne, Blumen und gut gelaunte Kunden – kein Wunder, dass Marktmeisterin Regina Lindhorst mit einem strahlenden Lächeln über den Wochenmarkt schlendert.  Schließlich ist Wochenmarkt ein ziemlich wetterabhängiges Geschäft. „Es wird ja auch Zeit, dass jetzt endlich die Sonne rauskommt.“

Winter war lang genug

Das sieht Günter Mehrtens ganz genauso. Vor dem Eiscafé genießt der 68-Jährige einen Kaffee und spielt mit seinem Enkel Lio. Ohne Sonnenbrille wäre er an diesem Dienstag auf verlorenem Posten. „Der Winter war lang genug“, meint der Rentner. Der Frühling kann kommen. Wenn die Wetterfrösche Recht behalten, gibt es zumindest an diesem Donnerstag Frühling pur mit Sonne und Temperaturen bis 15 Grad.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2205
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.
DIE WIRTSCHAFT

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.