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Wohnpark Tongern In Nordenham: Erneute Verzögerung: In diesem Endausbau steckt der Wurm

30.07.2019

Nordenham Als die Arbeiter vor einigen Tagen anrückten, um die rumpeligen Baustraßen zu reinigen und für die Asphaltierung vorzubereiten, sorgte das für gute Stimmung bei den Anliegern. Endlich, so glaubten sie, kommt die lang ersehnte Fertigstellung der Straßen im Wohnpark Tongern voran. Aber jetzt steht fest, dass sich die Anwohner zu früh gefreut haben: Die beauftragte Baufirma hat so starke Schäden und Unebenheiten in den behelfsmäßigen Fahrbahnen festgestellt, dass sie es nicht verantworten kann, auf dem Untergrund eine Asphaltpiste zu errichten. Die Folge ist eine weitere Verzögerung des Endausbaus um mehrere Wochen.

Die Gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft (GNSG) ist als Bauträgerin für den Wohnpark Tongern zuständig. Im Sommer 2011 war die Erschließung des Baugebiets in Nachbarschaft der damaligen Wesermarsch-Klinik abgewickelt; im Frühjahr 2012 zogen die ersten Familien in ihre neu errichteten Eigenheime ein. Inzwischen sind alle 52 Grundstücke in dem Wohnviertel bebaut.

Pannenserie

Was aber immer noch fehlt, ist die abschließende Herrichtung der nach berühmten Frauen benannten Straßen: Käthe-Kollwitz-Straße, Bertha-von-Suttner-Weg, Dorothea-Erxleben-Weg und Lise-Meitner-Straße. Das Vorhaben hat sich zum Verdruss der Anlieger zu einer Pannenserie entwickelt.

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Das Unglück nahm seinen Lauf, als das ursprünglich für den Kanal- und Straßenbau angeheuerte Unternehmen in Konkurs ging. Der damit verbundene Stillstand auf der Baustelle war schon ärgerlich genug. Aber darüber hinaus zeigte sich, dass die Kanalbaumaßnahmen zum Teil mangelhaft ausgeführt worden waren. Die GSG musste Nachbesserungen vornehmen lassen, so dass sich das Projekt Endausbau immer weiter in die Länge zog.

Im Sommer 2017 waren die Anwohner so genervt, dass sie mit ihrem Unmut an die Öffentlichkeit gingen. Die Siedlungsgesellschaft konnte nur um Geduld bitten und auf die Probleme verweisen, die der Oldenburger Pleitebetrieb verschuldet hatte. Das war der Stand vor ziemlich genau zwei Jahren.

Nach einigem Hin und Her kam wieder Hoffnung auf, als im Spätherbst 2018 eine Tiefbaufirma anrückte und die GNSG die Abwicklung des Endausbaus noch bis Weihnachten in Aussicht stellte. Aber auch daraus wurde aus verschiedenen Gründen nichts. Das Warten ging weiter.

So dicht wie diesmal standen GSNG und Tongern-Anwohner noch nie vor dem Ziel. Die Asphaltiermaschine war schon bestellt und das Personal eingeteilt, als in der vergangenen Woche bei der Säuberung der Baustraßen die nächsten Hindernisse auftraten. Jetzt in Gestalt der Risse, Löcher und Höhenunterschiede in den als Tragschicht gedachten Behelfsstraßen. Nicht zuletzt aus Sorge, eines Tages für Spätschäden in Regress genommen zu werden, winkten die Straßenbauer ab. Die Firma machte deutlich, dass der Auftrag eines Asphaltbelags bei solchen Unterbaubedingungen fachlich nicht zu vertreten sei.

„Höchst ärgerlich“

GNSG-Geschäftsführer Frank Wahlen bestätigt die neu aufgetretenen Schwierigkeiten. „Das ist höchst ärgerlich“, sagt er. Der Siedlungsgesellschaft bleibe nun nichts anders übrig, als die Baustraßen teilweise auffräsen und neu herrichten zu lassen, um vernünftige Tragschichten zu erhalten. Das ist nicht nur mit zusätzlichen Kosten verbunden, sondern auch mit weiteren Verzögerungen. Laut Frank Wahlen soll der Auftrag zwar „schnellstmöglich“ vergeben werden, aber einige Wochen dürften bis zum nächsten Einsatz der im Sommer gut ausgelasteten Straßenbauer ins Land gehen.

„Wenn der Wurm einmal drin ist, dann ist er drin“, beschreibt der GSNG-Chef treffend die Leidensgeschichte des Wohnpark-Ausbaus. Einziger Trost für die Anlieger ist, dass sie für die zusätzlichen Kosten nicht aufkommen müssen. „Das bleibt alles an uns hängen“, sagt der Geschäftsführer der Siedlungsgellschaft.

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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