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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wirtschaft: NTB verabschiedet sich aus Großensiel

03.09.2011

GROSSENSIEL Das Förderband über den Kies- und Sandbergen gehört ebenso zu den Markenzeichen des Großensieler Hafens wie die bunt lackierte Betonmischerflotte. Doch dieses Bild ist bald Geschichte: Die Nordenhamer Transportbeton GmbH (NTB) gibt ihren Standort in Großensiel auf und lässt sich an der Johannastraße in Friedrich-August-Hütte nieder. Nach Angaben des NTB-Geschäftsführers Albrecht Gohr soll das neue Betonwerk Mitte nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen.

Kapazität verdoppeln

Das Unternehmen, das 1964 an der Atenser Allee gegründet wurde und seit 1968 seinen Stammsitz in Elsfleth hat, will rund 1 Million Euro in den Standortwechsel investieren. Laut Albrecht Gohr ist eine Erweiterung der Produktionskapazität der Hauptgrund für den Bau der neuen Anlage. Auf einem etwa 3000 Quadratmeter großen Grundstück, das NTB von der Firma Stührenberg pachtet, wird ein sogenannter Reihendoseur errichtet. Diese Mischanlage aus dem Hause Elba kann bis zu 80 Kubikmeter Beton in einer Stunde anfertigen. „Damit verdoppeln wir unsere Kapazität“, sagt Albrecht Gohr, „das wäre mit der alten Anlage nicht möglich.“

Das jetzige Betonwerk in Sternboxen-Anordnung ist über 40 Jahre alt und in technischer Hinsicht ein Auslaufmodell. Um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, die bei großen Bauhofvorhaben schnell beliefert werden wollen, ist nach Angaben des NTB-Geschäftsführers eine leistungsstärkere Produktionsanlage unverzichtbar.

Aber auch die zunehmende Verschlickung des Großensieler Hafens haben NTB veranlasst, sich nach einem anderen Standort umzusehen. Die Sand- und Kiesfrachter können den Hafen nur bei Hochwasser anlaufen und müssen nach dem Entladen die nächste Flut abwarten, bevor sie wieder ablegen können.

Betreiberin des Großensieler Hafens und Eigentümerin der dortigen Krananlagen ist die Niedersachsen Ports GmbH. Was mit dem Kran und den Lagerboxen geschieht, wenn NTB sich verabschiedet hat, ist noch offen. „Was uns gehört, bauen wie ab“, sagt Albrecht Gohr, „wir hinterlassen eine grüne Wiese.“ Alles andere sei eine Sache von N-Ports. Der Pachtvertrag mit der Hafengesellschaft läuft zwar noch bis 2016. Aber möglichst schon bis Ende 2012 will der NTB-Geschäftsführer den Rückbau abgeschlossen und das Gelände geräumt haben.

Bei der Erstellung des neuen Betonwerks erfordert die Tiefengründung auf Pfählen einen beträchtlichen Aufwand. „Die anschließende Montage der Fertigungsanlage dauert dann nur noch zwei Monate“, sagt Albrecht Gohr.

Förderband zur Pier

An der Johannastraße will NTB eng mit der Firma Stührenberg zusammenarbeiten. Stührenberg übernimmt als Logistikdienstleister den Umschlag der Sand- und Kiesladungen, mit denen die Schiffe an der benachbarten Pier festmachen. Für den Weitertransport zum NTB-Werk sollen Förderbänder errichtet werden.

Das Beton-Unternehmen hat 20 Mitarbeiter. Neben der Anlage in Großensiel betreibt NTB eine Produktionsstätte in Berne. Der Fuhrpark besteht aus 17 Betonmischwagen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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