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Altkleider: Nur Hilfsorganisationen dürfen Container aufstellen

21.10.2014

Nordenham Die Altkleidercontainer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gehören zum Nordenhamer Stadtbild. Damit die 33 Container der DLRG und des DRK die einzigen bleiben, haben die beiden Hilfsorganisationen einen Vertrag mit der Stadt Nordenham über die zukünftigen Altkleidersammelstellen im Stadtgebiet abgeschlossen.

DLRG und DRK führen die nächsten fünfeinhalb Jahre jährlich 5000 Euro Stellplatzgebühren an die Stadt ab. Diese Summe wird von dem Erlös abgezogen, der durch die Altkleider erzielt wird. Im Gegenzug lässt die Stadt keine anderen gewerblichen Anbieter zu. „Anfragen hat es reichlich gegeben“, sagte Rudi Müller, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Nordenham.

Den beiden Organisationen sei keine andere Wahl geblieben, als die Kosten zu schultern. Zusätzliche Container hätten einen erheblichen Sammelverlust bedeutet. Die Stellplatzgebühren sind vor allem für die DLRG-Ortsgruppe Nordenham eine bittere Pille: Der Altkleider-Erlös macht mehr als ein Drittel der Gesamteinnahmen aus. Geld, das für die Fahrzeuganschaffung verwendet wird, so der Vorsitzende Bodo Pachal.

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Jährlich werden allein in diese Behälter 180 Tonnen Kleidung geworfen. „Manche Container, etwa die in der Hansingstraße, müssen sogar zweimal statt einmal pro Woche geleert werden“, sagte Peter Deyle, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Wesermarsch am Montag. Er freute sich auch, dass die gute Zusammenarbeit mit der DLRG fortgesetzt werden könne. „Wir arbeiten beispielhaft zusammen und verstehen uns nicht als Konkurrenten.“ Weniger erfreulich: Immer wieder werden Säcke gestohlen.

Wenn es die Qualität zulässt, wird die Kleidung in der DRK-Kleiderkammer gegen eine kleine Schutzgebühr ausgegeben. „So wollen wir Missbrauch vermeiden. In Nordenham kommen etwa 20 Bürger pro Tag, die sich etwas aussuchen“, sagte Peter Deyle. „Gelegentlich fragen auch das Krankenhaus und die Polizei an, ob sie Kleidungsstücke für Bedürftige erhalten können.“

Manchmal könne die eingeworfene Kleidung jedoch gar nicht weitergegeben werden. „Immer wieder wird Müll jeglicher Art eingeworfen. Wenn Müllbeutel mit Exkrementen darin lagen, kommen die Kleider natürlich sofort weg“, sagte Bodo Pachal. Weiterverwerter der Kleidung, die nicht in der DRK-Kleiderkammer landet, ist die Efiba Handelsgesellschaft. Sie bekommt die Kleidung, die dort nach mehr als 350 Kriterien in verschiedene Qualitätszustände eingestuft und dementsprechend weiterverarbeitet wird.

Lars Herrmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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