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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Ochsen sind richtige Profis geworden“

22.07.2008

RODENKIRCHEN Eine Budenstadt sorgte für eine zusätzliche Attraktion beim Rodenkirchen Ochsenrennen. Viele der rund 4500 Besucher mussten an den Getränke- und Imbissbuden oft lange Wartezeiten hinnehmen und auch die Plätze in der Markthalle waren stets gut gefüllt. Aus nächster Nähe konnten die Besucher moderne Landmaschinen betrachten oder ihren Nachwuchs zu einer Karussellfahrt einladen.

Die Zuschauer standen in Fünfer- und Sechserreihen an der Rennbahn und so mancher von ihnen bekam nur einen sehr spärlichen Blick auf die rennenden Ochsen. Zum Schutze der Tiere waren der Start- und Zielbereich mit Planen abgedeckt, so dass die Zuschauer zudem nur die Längstseiten der Rennbahn zum Beobachten des Renngeschehens zur Verfügung hatten. Besonders Kinder hatten es da schwer, zumal so mancher Erwachsene seinen Platz in der ersten Reihe auch nicht aufgab.

Grundsätzlich habe ihm die Veranstaltung gut gefallen, meinte der Rodenkircher Denis Mauritschat, doch es seien auch für Erwachsene viel zu wenig Sichtplätze vorhanden gewesen. Da müsse der Veranstalter auf jeden Fall noch nachbessern, falls es zu einer Neuauflage des Ochsenrennens kommen sollte. Auch Landwirt Stephan Bremermann aus Tossens sprach von einer gelungene Veranstaltung, monierte aber die zu geringe Zahl an Sichtplätzen.

Die 19 Ochsen ließen sich ohne Probleme auf die Rennstrecke und in die Startboxen führen, wobei ein Futtereimer oftmals als Lockmittel eingesetzt wurde. Falls sich ein Tier doch einmal sträubte, wurde es sanft von hinten geschoben. Kaum wurde dann die Startbox geöffnet, galoppierten die Ochsen wie an der Schnur gezogen zum Ziel, wo sie erneut der Futtereimer der Paten und Helfer erwartete.

Weder vor noch nach dem Rennen zeigten die Tiere Anzeichen von überdurchschnittlicher Nervosität. Dass sich einige Tiere ohne Angst zum Wiederkäuen in ihrer Box niederlegten und kein Ochse sich in seine Boxenecke zurückzog, um dem Stress aus dem Weg zu gehen, war ein deutliches Zeichen für das Wohlbefinden der Tiere. Der gesamte Stallbereich war zudem deutlich vom Zuschauerbereich abgeschirmt, was den Tieren die Möglichkeit zur relativen Entspannung gab.

Die Oberaufsicht für die Tiere hatte Veterinär Dr. Frank Linneweber aus Nordenham. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Rennverlauf und bescheinigte den Tieren keinerlei Anzeichen von übermäßiger Aufregung. „Die Ochsen haben die Umstellung auf den Marktplatz gut vertragen", sagte Linneweber und verwies auf die komfortable Unterkunft der Tiere, die sogar eine Stroheinstreu erhielten. Durch das lange Training und den menschlichen Kontakt seien die Tiere richtige Profis geworden. Sie könnten das menschliche Körpergewicht locker tragen, auch wenn sie nicht dafür gezüchtet wurden, erläuterte der Tierarzt. Außerdem habe der Umgang mit den Ochsen einen anderen Blick auf das Nutztier geschaffen und das sei positiv zu bewerten, so Linneweber.

Die Sicherheit im Stall und beim Rennen hatte stets Vorrang. Die ruhige Atmosphäre sorgten für ein relativ entspanntes Klima. Die Rennaufsicht hatte Martina Thormählen, die die Jockeys stets rechtzeitig auf ihren Einsatz hinwies und dafür sorgte, dass die Teams zu ihrem Startplatz kamen. „Keine besonderen Vorkommnisse“, bemerkte sie am Ende des Rennens.

Bei den Tieren gab es keinerlei Verletzungen oder Blessuren. Dafür gab es drei Stürze von Jockeys. Zwei davon alleine bei Hendrik Stuyt, der vom nach dem Zieleinlauf buckelnden „Graf von Groden“ auf die Pflastersteine abgeworfen wurde, sich aber nicht verletzte.

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