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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Einblick in den Berufsalltag als Försterin

19.10.2019

Ohrt Wie wird man eigentlich Försterin? Und wie ist es, als Frau in einem Männerberuf zu arbeiten? Anne Wittenborg war zu Gast bei den Stedinger Landfrauen im Melkhus von Karin Schumacher, um interessante Einblicke in ihren Beruf zu geben.

Naturverbundenheit, organisatorisches Talent, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, ein gutes Auge für Details, Verhandlungsgeschick oder etwas Sportlichkeit – das sind Voraussetzungen, die für diesen Beruf mitgebracht werden sollten.

Und es sind alles Eigenschaften, bei denen Frauen den Männern in nichts nachstehen. „Was ich nicht in den Armen habe, wird mit dem Kopf wett gemacht“, so die 27-Jährige, für die Försterin nach wie vor ein Traumjob ist.

Ein dreijähriges Bachelor-Studium und ein anderthalbjähriger Anwärterdienst, der mit einer staatlichen Prüfung endet, liegen hinter Anne Wittenberg, bis sie 2017 den Landesforst in Ankum übernahm. Rund 2000 Hektar Fläche betreut sie dort mit ihrem Team.

Die Natur liebte Anne Wittenberg schon als Schülerin. Darum war Gärtnerin zuerst ihr Berufswunsch. Doch angesichts der Rückenbeschwerden, die mit diesem Job oft einhergehen, absolvierte sie mit 15 Jahren lieber ein Praktikum bei einem Förster. Und das war genau das, was sie immer machen wollte.

Vor dem Studium folgten noch weitere Praktika und der Motorsägen- oder Jagdschein. Denn auch die Jagd gehöre zum Berufsbild, erklärte die 27-Jährige. Schließlich darf das Wild, das gerne die jungen Triebe der Nachpflanzungen abknabbert, im Forst nicht überhand nehmen.

Zehn bis zwölf Kilometer wandert die junge Frau täglich durch ihren Forst, um nach dem Rechten zu schauen oder Bäume auszuwählen, die gefällt werden müssen. „Wir ernten das, was Generationen vor uns gepflanzt haben. Im Gegenzug müssen wir aufforsten“, erklärte sie.

80 Jahre braucht eine Fichte, bis sie groß genug ist. 40 Jahre länger benötigt etwa eine Buche. Und eine Eiche ist erst nach 240 bis 260 Jahren „erntereif“. Jedoch muss eine Försterin auch die Wirtschaftlichkeit im Blick haben und Verkaufsverhandlungen führen.

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