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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

40 Megawatt neu installiert

05.06.2018

Oldenbrok Mitten auf dem Oldenbroker Feld stand jetzt die Einweihung des Windparks auf dem Programm. Im Festzelt konnte Bürgermeister Christoph Hartz mehr als 100 geladene Ehrengäste begrüßen. So den Diplom-Physiker Ubbo de Witt von der Projektierungsgesellschaft für regenerative Energiesysteme, Projekt „Wir. Wissen. Wind“ aus Oldenburg sowie die Ratsmitglieder, Mitarbeiter der Baufirmen und des Planungsbüros, Nachbarn, Anwohner und Grundstückseigentümer.

Christoph Hartz begann seine Rede mit einer chinesischen Weisheit: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen bauen Windmühlen.“ Der Bürgermeister weiter: „Hier in Ovelgönne wird nicht gemauert, sondern entschlossen und unter Berücksichtigung der Interessen der Bürger mutig vorangeschritten.“ Zwölf Anlagen des Typs Vestas V 112 sind errichtet worden. Die Klimaziele dürfe man nicht aus den Augen verlieren und der Strom müsse bezahlbar bleiben, so der Bürgermeister weiter. Die Energiewende habe direkte Auswirkungen auf die Bürger und sei somit eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft, sei es beim Ausbau der erneuerbaren Energien, beim Umbau der Stromnetze oder auch bei der Abschaltung von Kernkraft- und Kohlekraftwerken.

Nur wenn Politik, Wirtschaft sowie die Bevölkerung an einem Strang zögen, nur dann werden wir beim Umbau der Energieversorgung erfolgreich sein. Die Versorgungssicherheit müsse gewährleistet sein. Seit nunmehr 15 Jahren, erste Anlagen hier vor Ort, wurden unzählige Tonnen schädliches CO2 vermieden. „Mit dem Windpark Oldenbroker Feld werden rechnerisch rund 40 Megawatt weiterer ökologischer Strom produziert. Die technischen Voraussetzungen haben sich auch verändert. Ende der 90er Jahre lag die Gesamthöhe bei 100 Metern, die neuen Anlagen sind schon 200 Meter hoch. Mir ist auch bewusst, dass das Landschaftsbild ein Stück Heimat für uns ist“, sagte Hartz.

Dank sprach der Bürgermeister den Verantwortlichen im Gemeinderat, im Landkreis und den Planern aus. Das gelte auch den Mitarbeitern der Baufirmen und Handwerkern sowie den Investoren der Oldenbroker Windpark GmbH und der Linebroker Windpark GmbH.

Ubbo de Witt unterlegte mit seinem Zahlenwerk, dass man hier viel bewegt habe. Genauer: 60 000 Tonnen Schotter für 18 000 Quadratmeter neue Wege. Ein Maschinenhaus mit Rotorstern wiege 207 Tonnen. 85 Kilometer Kabel wurden für den Netzanschluss verlegt.

Die Ausführung wurde von Firmen aus der Region vorgenommen und koordiniert. Ubbo de Witt: „Herzlichen Dank für die großartige Ausführung gemeinsam mit dem Team der Projekt-Firmengruppe, die für die insgesamt zwölf neuen Windenergie-Anlagen und 40 Megawatt neu installierter Leistung als Generalunternehmer verantwortlich waren“, so der Diplom-Physiker, und weiter: Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie schwer die Umsetzung gewesen sei: Alleine das erste Turmsegment, um auf die Nabenhöhe von 140 Metern zu kommen, wiege 80 Tonnen. Ein einzelnes Rotorblatt zwölf Tonnen.

Der Anteil an der Bruttostromerzeugung in Deutschland im Jahr 2017 lag durch erneuerbare Energien bei 36 Prozent, Wind – sowohl on- als auch offshore – lieferte damit mehr als die Energieerzeugung aus Steinkohle.

Am Mühlenhelmer wird in der nächsten Woche für alle Interessierten am Unterstand ein Display in Betrieb genommen, das die bisherige Produktion, die Windgeschwindigkeiten, die Schadstoffminderung und die aktuelle Leistung darstellen wird.

Der Windpark Oldenbroker Feld umfasst nun 25 Anlagen, davon 13 ältere, die erste Anlage wurde 2001 erstellt, und nun die zwölf neuen, wobei die ersten drei bereits 2016 erstellt wurden.

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