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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Richtlinien Für Weidemilch: Pro Weideland ist Meilenstein für Gütesiegel aus Region

10.11.2018

Ovelgönne /Friesland Von Niedersachsen aus will die Pro Weideland GmbH ihr Gütesiegel deutschlandweit und in Teilen der EU als Standard für die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Weidemilch einführen. Diese Zielvorgabe wollen das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen als Eigentümer des Gütesiegels und FrieslandCampina, eine der größten Molkereien der Welt, gemeinsam erreichen. Dies ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern beider Institutionen.

Zahlen, Daten, Fakten zu FrieslandCampina

Mit einem Jahresumsatz von 12 Milliarden Euro gehört FrieslandCampina zu den größten Molkereiunternehmen der Welt.

FrieslandCampina produziert und verkauft Verbraucherprodukte wie Milchgetränke, Kindernahrung, Käse und Desserts in über 100 Länder nach Europa, Asien, Afrika und Amerika.

Der Konzern hat Niederlassungen in 34 Ländern und beschäftigt rund 23 645 Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Amersfoort. Das Unternehmen ist vollständig in Händen der Molkereigenossenschaft FrieslandCampina und hat 12 707 Mitglied-Milchviehbetriebe in den Niederlanden, Deutschland und Belgien.

Das Pro Weideland-Label ist seit Mitte 2017 auf dem Markt. Das Gütesiegel regelt und kontrolliert wie kein anderes die Erzeugung und Weiterverarbeitung von Weidemilch, für die es EU-weit keine einheitlichen Kriterien gibt.

Der niederländische Konzern FrieslandCampina ist nach der Molkerei Ammerland, der Molkerei Gropper und der Marburger Traditionsmolkerei bereits das vierte Unternehmen, das nach den strengen Kriterien von Pro Weideland produziert.

Seit August stellt FrieslandCampina holländischen Gouda für den deutschen Handel nach Pro Weideland-Standard her und vergrößert damit die bisherige Palette aus Milch, Butter und Käse auf dem deutschen Markt.

Beim Treffen im Grünlandzentrum in Ovelgönne verwies Geschäftsführer Dr. Arno Krause auf die Besonderheit des Labels: „Hinter Pro Weideland stehen fast 30 namhafte Partner aus Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die das Gütesiegel miterarbeitet haben und es nachhaltig unterstützen.“

Von besonderem Interesse waren bei dem Treffen die anspruchsvollen Kriterien, die Milchbauern erfüllen müssen, die am Pro Weideland-Programm teilnehmen wollen. Bisher wurden 324 niederländische Betriebe aufgenommen, die zur Erfüllung des deutschen VLOG-Standards nur gentechnikfreies Futter verwenden und darüber hinaus jetzt auch die Auflagen von Pro Weideland erfüllen, so Jos Borghans, zuständiger Manager für VLOG Niederlande bei FrieslandCampina.

Milchbauern, die am Pro Weideland-Programm teilnehmen, verpflichten sich, dass ihre Kühe ganzjährig Bewegungsfreiheit haben und an mindestens 120 Tagen für mindestens sechs Stunden auf der Weide grasen. Die Betriebe dürfen nur gentechnikfreies Futter verwenden und sie müssen 2000 Quadratmeter Grünland und pro Kuh davon mindestens 1000 Quadratmeter Weidefläche nachweisen können. Alle Pro Weideland-Betriebe führen taggenaue Weidekalender und unterziehen sich regelmäßig externen Kontrollen.

Ziel von Pro Weideland ist, die Vielfalt der Produktionssysteme in der Milchwirtschaft zu erhalten und die tendenziell rückläufige Weidehaltung als naturnahe Haltungsform mit ihren positiven Einflüssen auf Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität zu stärken.

„Unser Gütesiegel regelt ganz klar die Vorgaben und zeigt den Verbrauchern transparent und durch unabhängige Kontrollen auch absolut verlässlich, was sie im Kühlregal vorfinden“, betont Krause.

Die gesellschaftliche Bedeutung der Weidehaltung, ohne die sich laut einer Studie der Universität Göttingen 77 Prozent der Deutschen eine Landwirtschaft nicht vorstellen können, unterstrich Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Grünlandzentrums, so: „Wir brauchen die Weidehaltung auch in Zukunft für die gesamte Milchbranche. Das ist vielen noch nicht klar.“ Nur so könne auf Dauer der Wert des Produktes Milch erhöht werden, so dass alle Akteure in der Wertschöpfungskette davon profitieren.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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